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Camerata Düren gedenkt der Zerstörung Dürens 1944

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Sopranistin Andrea Eich trug bei dem Gedenkkonzert in der Marienkirche unter Leitung von Peter J. C. Eich mehrere Stücke vor. Begleitet wurde sie unter anderem von Regina Merz auf der Blockflöte.

Düren. Mit einem außergewöhnlichen Konzert hat der Meisterchor Camerata Düren in der Marienkirche unter der Leitung von Peter J. C. Eich und der Konzertmeisterin Susanne Trinkaus der Zerstörung Dürens im Jahr 1944 gedacht. Im Mittelpunkt stand das Requiem op. 9 für Soli, Chor, Orgel und Orchester von Maurice Duruflé, das durch die Verschmelzung von Chorgesang und der Instrumentierung besonders eindrucksvoll ist.

Dem Chor und auch den Solisten Sabine Schackers und Peter Berres gelang es, die gregorianischen Melodien mit Zartheit und die klangvollen Passagen mit großer romantischer Ausdruckskraft zu gestalten. Weiche Harfentöne, kraftvolle Bläserpassagen, Paukenschläge, gesangliche Streicherklänge und vielfältige Registrierungen in der Orgelbegleitung, gespielt von Mariusz Cierplikowski, schafften so großen Reichtum in den musikalischen Klangfarben und ein dynamisches Spektrum.

Der bereits bei internationalen Kompositionswettbewerben ausgezeichnete Peter Eich, der innig und ausdrucksvoll dirigierte, hatte vorher ein eigenes Requiem für Streicher, Klavier, Pauken, Gong Sprecher und Tonband dirigiert, das er zum Gedenken an seinen verstorbenen Schwiegervater komponiert hatte. Auch dieses Stück, welches harmonisch in die Atonalität übergeht, bietet einen großen Reichtum an Klangfarben.

Zu Beginn standen mehrere Stücke verschiedener Komponisten für Solosopran in Verbindung mit Kombinationen von Instrumenten, unter anderen Orgel, Blockflöte, Harfe, Violoncello und Streicher. Die Sopranistin Andrea Eich stellte die Vielseitigkeit ihrer Stimme unter Beweis. Regina Merz spielte mit großer Leichtigkeit und flexiblem, singendem Blockflötenton.
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