Café International als Zukunftsprojekt ausgezeichnet

Von: Lars Brepols
Letzte Aktualisierung:
jungk_bu1
Gehören zum Team der Ehrenamtler des Cafés International: Die Afrikanerin Micheline Kapanvule und Jette Schmidt kümmern sich um die Zufluchtsuchenden und Foto: Lars Brepols

Düren. Der Duft von frisch gemahlenem Kaffee liegt in der Luft. Aus den kleinen runden Boxen ertönt stimmungsvolle afrikanische Musik. Die warme Beleuchtung verleiht dem schmucken Raum eine besondere Wohlfühlatmosphäre. An einem kleinen runden Tisch sitzt Adil Gür.

Der Türke hat es sich in einem der vielen Korbstühle bequem gemacht und wartet geduldig auf seinen Kaffee. Micheline Kapanvule steht hinter einer hölzernen Theke und lächelt ihm zu, während ihre Kollegin Jette Schmidt das heiße Bohnengetränk in eine Tasse füllt. „Wie geht es ihnen”, fragt Kapanvule, als sie Gül den Kaffee serviert. „Danke, gut”, antwortet er in gebrochenem Deutsch. Und das Gespräch nimmt seinen Lauf...

So geschehen am Mittwochnachmittag im Café International, einer Einrichtung der Evangelischen Gemeinde Düren, das jetzt als Zukunftsprojekt ausgezeichnet wird. Bei einer Tasse Kaffee oder Tee findet hier Begegnung zwischen Menschen aller Kulturen und Generationen statt. Sowohl Einheimische als auch Flüchtlinge treffen in entspannter Atmosphäre aufeinander und finden Zuflucht. Ehrenamtler und qualifiziertes Fachpersonal stehen bei Alltagsfragen und Problemen zur Seite.

Wegen dieser vielfältigen ehrenamtlichen Arbeit rund um das Thema „Migration” wird das Café International am Dienstag, 8. Dezember, im Düsseldorf Ständehaus ausgezeichnet. Der Robert-Jungk-Preis wird dort bereits zum sechsten Mal verliehen.

Unter der Überschrift „Wie wollen wir leben?” suchten die Auslober - das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, das Städte-Netzwerk NRW und die Robert- Jungk-Stiftung Salzburg - spannende Zukunftsprojekte in NRW. Über 270 Projekte hatten sich auf den mit insgesamt 23.000 Euro dotierten Preis beworben.

Darunter das Café International, das kürzlich von einer Jury neben 28 weiteren Projekten in NRW nominiert wurde. Damit ist den Dürenern zumindest die Auszeichnung als Robert-Jungk-Zukunftsprojekt sicher. Darüber hinaus werden drei der nominierten Projekte in Düsseldorf mit einem Geldpreis ausgezeichnet. „Sybille Haußmann vom Integrationsbüro des Kreises Düren hatte uns damals vorgeschlagen”, erinnert sich Henner Schmidt, Dienstbereichsleiter sowie Sozial- und Migrationsberater im Café International.

„Wir wussten gar nichts davon und haben uns gewundert, warum uns plötzlich eine Bewerbungsmappe zugesandt wurde”, ergänzt Winfried Simon von der Integrationsagentur des Cafés. Um so größer war die Freude bei den beiden, als sie von der Nominierung erfuhren. „Durch die Auszeichnung wird unser Projekt bekannter. Vielleicht wird dadurch der ein oder andere angesprochen, so dass ähnliche Projekte in weiteren Kommunen gestartet werden”, sagt Schmidt, der die besondere Kombination von Beratungs- und Migrationsangeboten der Einrichtung hervorhebt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert