Echtz - Busfahrer zählt bis Drei und tritt auf die Bremse

Busfahrer zählt bis Drei und tritt auf die Bremse

Von: Stephan Johnen
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Bei der Vollbremsung geht die blaue Tonne beinahe fliegen. Die Kinder waren auf diesen Augenblick jedoch vorbereitet.

Echtz. Was passiert, wenn ein Schulbus eine Notbremsung machen muss, demonstrierte Suat Tezer recht eindrucksvoll am Donnerstagvormittag. Nachdem der Busfahrer langsam bis Drei gezählt hatte, stieg er in die Eisen. Mit einem gewaltigen Ruck kam der Bus zum Stillstand, die Kinder kreischten, und eine auf dem Mittelgang stehende Tonne sauste Richtung Fahrer, knallte links und rechts gegen Metallteile.

Kein Grund zur Sorge, schließlich handelte es sich um eine Übung beim Bussicherheitstraining für Schüler der städtischen katholischen Grundschule Echtz. Auch wenn diese Übung für die Kinder ein bisschen wie Achterbahnfahren war, hatte sie durchaus einen sehr ernsten Hintergrund: „Was der Tonne passiert ist, kann auch euch geschehen, wenn ihr nicht aufpasst“, erklärte Tezer den Kindern, warum es besonders wichtig ist, sich im Bus ordentlich auf den Sitz zu setzen und sich gut festzuhalten. Kein Herumstehen im Mittelgang, kein Hinsetzen mit dem Ranzen auf dem Rücken, kein Fangen spielen während der Fahrt: „So seid Ihr alle sicher unterwegs“, sagte Suat Tezer. Und noch eine Bitte gab er den jungen Fahrgästen mit auf den Weg: „Ihr könnt Euch gerne während der Fahrt unterhalten. Aber bitte schreit nicht laut herum. Das stört andere Passagiere – es lenkt auch den Busfahrer ab.“

In Theorie und Praxis erklärte der Mitarbeiter des Omnibusunternehmens Breuer, das im Auftrag der Stadt Düren die Schüler zur Grundschule Echtz fährt, den Kindern, wie man sicher den Bus benutzt. Schulleiterin Alice Undorf hatte um eine solche Schulung gebeten, damit Kinder die sichere Nutzung des Schulbusses lernen.

Die erste Übung dafür beginnt schon lange vor dem Schulweg. „Steht immer rechtzeitig auf, damit ihr nicht zum Bus laufen müsst“, gab Busfahrer Suat Tezer den Schülern mit auf den Weg. „Denn wir rennt, kann nicht auf den Straßenverkehr achten.“ An der Haltestelle sei es dann ganz wichtig, zwei Schritte Abstand zur Bordsteinkante zu halten. Was passieren kann, wenn diese Regel nicht eingehalten wird, demonstrierte wieder die blaue Tonne: Sie wurde vom Bus, der sich langsam der Haltestelle näherte, umgeworfen.

Eltern rät Suat Tezer, ihre Kinder anfangs zur Bushaltestelle zu begleiten und darauf zu achten, dass sie beim Einsteigen nicht drängeln oder wild „draufloslaufen“. „Wenn wir alle schön hintereinander in den Bus gehen, kommt jeder sicher auf einen Platz“, erklärte Tezer den Kindern. „Und reservierte Plätze gibt es im Schulbus nicht.“

Und was ist beim Aussteigen zu beachten? „Lauft nicht gleich weg oder über die Straße, wenn ihr auf dem Bürgersteig steht. Wartet erst darauf, dass der Bus weggefahren ist. Dann könnt ihr die Straße viel besser überblicken“, betonte Suat Tezer. Dass man beim Überqueren einer Straße zunächst nach Links und nach Rechts gucken muss, wussten die Kinder schon. Das hatten sie schon beim Besuch der Verkehrspuppenbühne der Polizei gelernt, die regelmäßig in der Schule zu Gast ist.

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