Nideggen - Burgfestspiele nun unter neuer Regie?

Burgfestspiele nun unter neuer Regie?

Von: kel
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Die Initiatoren Hans Meyer (re
Die Initiatoren Hans Meyer (rechts) und Gerd Bend trugen sich als Erste in die Liste der Organisatoren der „neuen” Burgfestspiele in Nideggen ein.

Nideggen. Was als Workshop geplant war, endete als Neubeginn einer Planung: Die Nideggener Bürger werden gemeinsam mit der Verwaltung Ideen sammeln, um die Burgfestspiele in eigener Regie wieder aufleben zu lassen.

Das ist das Ergebnis der rund anderthalbstündigen Versammlung, die Landrat Wolfgang Spelthahn zwei Wochen vorher initiiert hatte und zu der er selbst dann nicht erschien. Als Grund teilte Bürgermeisterin Margit Göckemeyer kurz vor der Versammlung mit, er sei wegen eines anderen Termins verhindert. Die über diese Absage erbosten knapp 40 Besucher der Versammlung erfuhren dann von der als Vertreterin des Landrates entsandten und für Kultur zuständigen Amtsleiterin des Kreises, Maria Kaptain, dass eine finanzielle Beteiligung des Kreises an künftigen Burgfestspielen definitiv ausgeschlossen sei.

Die Vorsitzende des Kulturausschusses im Kreistag, Katharina Rolfink, erläuterte, dass dieser Ausschuss nicht einmal einen eigenen Etatposten im Kreishaushalt habe, sondern nur pro Jahr etwa 15.000 Euro aus Spenden der Sparkasse vermitteln könne. Und sie betonte, dass das bisherige Engagement der Kulturinitiative des Kreises, der sie vorsteht, ebenfalls nicht fortgesetzt werde.

Hintergrund seien unter anderem die größeren Zuschauerzahlen und damit höheren Einnahmen, die in Merode zu erzielen seien. Sie führte auch aus, dass allein die Schaffung der Voraussetzungen für Auftritte im Burghof mit dem Aufbau einer Bühne und der Verlegung eines Fußbodens etwa 100.000 Euro ausmacht. Als Fazit des Engagements der Initiative benutzte sie ein interessantes Farbenspiel: „Wenn wir mit einer schwarzen Null abschlossen, waren wir mit einem blauen Auge davongekommen.”

Eine solche Summe zu stemmen, dies unterstrich Göckemeyer, sei der Stadt Nideggen absolut unmöglich. Nachdem die Stimmung in der Versammlung nach dieser Feststellung zunächst resignativ erschien, schlug Gerd Bend vor, sich mit der neuen Situation abzufinden und als Nideggener Bürger und Vereine das Heft selbst in die Hand zu nehmen. Dies unterstützte Hans Meyer, der anregte, Interessierte an einer Mitarbeit sollten sich in eine Liste eintragen. Dies fand Beifall, und die Unterzeichner werden nun in naher Zukunft bei einer ersten Versammlung Ideen und Vorschläge sammeln, darüber diskutieren, wie beispielsweise eine Finanzierung aussehen könnte, welche Sponsoren, auch auf lokaler Ebene, man ansprechen könnte und welchen Rahmen die Veranstaltungen haben sollten.

Man war sich einig, dass so genannte Topacts wohl einerseits kaum zu finanzieren sein werden und zudem für den Sommer 2012 wohl bereits ausgebucht sind. Als Alternativ-Vorschlag steht daher bereits im Raum, zunächst eine Veranstaltung mit regional bekannten Künstlern auf die Beine zu stellen.
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