Burgenmuseum zeigt Pilger und Pilgerwege

Von: jof
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Landrat Wolfgang Spelthahn, Luzia Schlösser und Käthe Rolfink eröffneten die Ausstellung. Foto: jof

Nideggen. Nicht erst seit Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg – Meine Reise auf dem Jakobsweg“ ist das Pilgern en vogue. Die Begeisterung ist seit jeher ungebrochen und diesbezüglich widmet das Burgenmuseum Nideggen mit „The way I must try?!“ eine beeindruckende Ausstellung über die Pilger und Pilgerwege zwischen dem 12. Jahrhundert bis heute.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Museumsleiterin Luzia Schlösser wurden die Gäste in eine andere Welt entführt. Die Formation „A La Via“ leitete mit Musik aus der Zeit des Mittelalters und der Renaissance in die Veranstaltung ein. Zwischendurch fanden Landrat Wolfgang Spelthahn und Käthe Rolfink, Vorsitzende des Kreiskulturausschusses, lobende Worte für die Ausstellung. Besonders Rolfink setzte sich mit der Frage auseinander, warum Menschen unter Strapazen unter anderem den Jakobsweg pilgern.

„The way I must try?!“ – der etwas unkonventionelle Titel dieser Art, lässt sich auf eine einfache Begebenheit zurückführen: Ein englischer Austauschschüler, der die Burg Nideggen besuchte, gab den Ausdruck halb als Frage und halb als staunenden Ausruf von sich und war sich sicher nicht bewusst, welch nachhaltige Worte er von sich gab. Doch es ist nicht nur einfach eine Ausstellung. Die Besucher können sich selbst auf eine Pilgerreise begeben. Sie werden wie an einem roten Faden durch die zeitgeschichtliche Entwicklung des Pilgerns geführt und können kostbare Pilgerstatuen, wie beispielsweise die Jakobusfigur der Deutschen Jakobusgesellschaft oder Holzschnitte des Künstlers Detlef Willand aus Kleinwalsertal in Österreich begutachten. Mit über 500 Exponaten präsentiert die Burg Nideggen eine beachtliche Sammlung, die durch private Erinnerungstücke, Urkunden und Pilgerzeichen einen persönlichen Zugang bekommt.

Bis zum 31. Dezember ist die Ausstellung (dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr) im Burgenmuseum zu betrachten.

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