Burg Gödersheim: Von einer Ruine zum Schmuckstück?

Von: Gudrun Klinkhammer
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Dr. Helmut Waldmann will die Ruine der ehemaligen Wasserburg Gödersheim zu neuem Leben erwecken. Foto: Gudrun Klinkhammer
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Dr. Helmut Waldmann will die Ruine der ehemaligen Wasserburg Gödersheim zu neuem Leben erwecken. Foto: Gudrun Klinkhammer
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Dr. Helmut Waldmann will die Ruine der ehemaligen Wasserburg Gödersheim zu neuem Leben erwecken. Foto: Gudrun Klinkhammer
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Dr. Helmut Waldmann will die Ruine der ehemaligen Wasserburg Gödersheim zu neuem Leben erwecken. Foto: Gudrun Klinkhammer

Wollersheim. Gibt es eine Rettung für Burg Gödersheim? Derzeit sieht es so aus, als könnte für die alte Ruine der Dornröschenschlaf vorbei sein und ein Märchen wahr werden. Der langjährige Nachbar der Burgruine, Dr. Helmut Waldmann, erwarb das alte Gemäuer im vergangenen Jahr samt Nebengebäude. Sein Plan: Die historischen Gebäude, also die Burg und das Torhaus, erhalten und zu neuem Leben erwecken.

Die beiden verfallenen Gebäude aus neuerer Zeit sollen abgerissen werden. Ob der Plan aufgeht, das wird sich in den kommenden drei bis vier Jahren zeigen, denn der finanzielle Aufwand wird enorm werden.

1973 die Mühle erworben

Helmut Waldmann zog mit seiner Frau und seinen Kindern bereits 1973 ins herrliche Neffeltal. Damals erwarb er die Gödersheimer Mühle, ein Nachbargebäude der Burg. Liebevoll restaurierte Familie Waldmann das Anwesen und gründete eine Rinderzucht auf dem Gelände.

Zunehmend wurde die Nachbarschaft zur Burgruine und deren leer stehenden Nebengebäude zum Problem. Nicht nur Wanderer kamen im Neffeltal vorbei, wie Waldmann berichtet, sondern auch Vandalen, die ihr Unwesen in den heruntergekommenen Gebäuden trieben. Diese Zeiten sind nun vorbei.

Abriss der Nebengebäude

Erste Kraftanstrengungen wurden bereits mit Bravour gemeistert. Als Erstes entfernte Waldmann das dichte Gestrüpp um die Ruine herum, entfernte massenhaft Unrat und Bäume, die in der Ruine ihre Äste ausstreckten. Demnächst möchte er die neueren Gebäude aus den 1950er Jahren, die zuletzt der Landschaftsverband Rheinland nutzte, abreißen. Waldmann: „Dann wird die Burg schon von Weitem sichtbar sein.“ Waldmann hat die Pläne bereits fertig im Kopf.

In den Mauern der altehrwürdigen Burg Gödersheim sollen zwei Wohnungen entstehen, für jede Wohnung stünden rund 170 Quadratmeter Grundfläche zur Verfügung. Auch im Torhaus mit Erker und Balkon soll eine Wohnung eingerichtet werden.

Waldmann schätzt aber auch realistisch ein, dass es noch viele Faktoren gibt, die ihm einen Strich durch die Rechnung machen könnten: „Alle Pläne stehen unter Vorbehalt, die Finanzierung ist mit Fragezeichen behaftet und alles muss an den Belangen des Denkmalschutzes ausgerichtet werden.“

Was Waldmann sehr freut und zu schätzen weiß: „Unser Spiritus Rector hier ist der Kunsthistoriker Dr. Harald Herzog, der das ganze Prozedere mitbetreut.“ Ebenfalls mit im Boot ist die Archäologin Petra Tutlies vom Amt für Bodendenkmalpflege mit Sitz in Wollersheim.

Suche nach dem Burggraben

Eventuell werden demnächst archäologische Untersuchungen angestellt, um herauszufinden, wo der Burggraben genau verlief. Mit etwas Fantasie könnte die Gödersheimer Burg ein absolutes Schmuckstück werden. Schon jetzt ist ein Park erkennbar mit alten Nussbäumen, Eiben, einer betagten Blutbuche und einer stattlichen Weißtanne.

Klappt alles, dann könnte das gesamte obere Neffeltal bald als Denkmalbereich ausgewiesen werden. Denn die Gödersheimer Burg mit ihren drei großen Gewölbekellern diente früher als Schutz für die umliegenden Mühlen, als da wären eben die Gödersheimer Mühle, die Gödersheimer Ölmühle, die Rentmühle und „Nick‘s Mühle“.

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