Bundesweite Schlagzeilen, nur zweimal gelingt ein Ausbruch

Von: kin
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Düren. Im November 2008 flüchteten Ayhan T. und Ismail K. aus dem Forensischen Dorf. Es war der erste und einzige Ausbruch über die Mauern der Forensik, der jemals gelungen ist.

Die beiden Männer hatten auf dem Forensik-Gelände eine sieben Meter lange Stange aus dem Fangnetz eines Tores herausgerissen und konnten sie auf die Schutzmauer legen. Sie hangelten sich an der Stange entlang, überwanden einen fünf Meter tiefen Graben und konnten die Mauer überwinden. Von Anfang an wurde vermutet, dass sich beide Täter in die Türkei abgesetzt hatten. Einer der beiden Männer wurde vier Jahre nach der Tat bei seiner Einreise in die Bundesrepublik gefasst.

Zuvor war es einem Patienten gelungen, das Dorf zu verlassen, indem er sich in einer Transportkiste im Arbeitsbereich auf dem Klinikgelände versteckt hat und in dieser Box vom Gelände gefahren wurde. Der Mann konnte schnell wieder gefasst werden. Für bundesweite Schlagzeilen hat der Fall der ermordeten Krankenschwester und der Ausbruch von Bernd Büch gesorgt. Büch war 1998 während eines Zahnarztbesuches außerhalb des Klinikgeländes geflohen. Zwei motorisierte Komplizen warteten an der Zahnarztpraxis auf Büch und ermöglichten ihm die Flucht. Büch tötete auf seiner Flucht zwei Menschen. Eine damals 22-jährige Krankenschwester der LVR-Klinik wurde 1993 von einem Freigänger umgebracht. Der Mann hatte die junge Frau unter einem Vorwand in eine Wohnung gelockt, in die er möglicherweise einziehen wollte. Auf dem Rückweg in die Klinik hat er die Frau umgebracht.

Grundsätzlich, sind die Verantwortlichen des Forensischen Dorfes überzeugt, dass die Dürener Bevölkerung hinter der Forensik stehe. „Wir bemühen uns um größtmögliche Offenheit“, sagt Dr. Norbert Weißig, und nennt den Forensikbeirat als Beispiel. Der Beirat, der mit Fachleuten, Anwohnern und Vertretern Dürener Organisationen besetzt ist, versteht sich als Bindeglied zwischen Klinik und Öffentlichkeit.

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