Düren - Bundestrainer als Zaungast bei den Powervolleys

Bundestrainer als Zaungast bei den Powervolleys

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Kennenlernen: Neu-Bundestrainer Andrea Giani und Dürens Nationalspieler Michael Andrei besprechen sich nach dem Training der Powervolleys. Foto: Jansen

Düren. Eigentlich wollte Helmut Schmitz, Hallensprecher beim Volleyball-Bundesligisten SWD Powervolleys Düren, nur schnell beim Training vorbeischauen, um etwas abzugeben. Es wurde ein längerer Aufenthalt, weil jemand beim Training war, den nicht nur Schmitz dort nicht vermutet hatte. Die Powervolleys hatten jetzt spontanen Besuch vom neuen Bundestrainer Andrea Giani.

„Ich dachte sofort: Verdammt noch mal, den kennst du doch“, sagte Schmitz. Kein Wunder: Giani ist einer der erfolgreichsten Volleyballer aller Zeiten, bis auf eine olympische Goldmedaille hat der Italiener alles gewonnen, was man im Volleyball gewinnen kann, das meiste sogar mehrfach. Der 46-Jährige ist mit 474 Einsätzen Rekordnationalspieler seines Landes, zuletzt war er Trainer der Slowenen und führte diese 2015 zur Silbermedaille bei der Europameisterschaft.

„Der ist eine Legende“, sagt Dürens Mittelblocker und Nationalspieler Michael Andrei. Als Spieler habe Giani auf drei Positionen erfolgreich gespielt, was außergewöhnlich sei. „Und als Trainer hat er in Slowenien ein tolles Team aufgebaut. Ich freue mich darauf, mit ihm zu arbeiten.“ Denn Dürens 2,10-Meter-Riese hat mit dem Thema Nationalmannschaft noch nicht abgeschlossen, sein Verzicht im vergangenen Jahr war eine Pause.

Nach seiner Hochzeit inklusive Flitterwochen und nach dieser Saison will Andrei angreifen. „Das eine oder andere Turnier würde ich schon noch gerne mit der Nationalmannschaft bestreiten.“

Möglicherweise haben Giani und Andrei darüber auch schon gesprochen. „Ich fahre im Moment zu jedem Bundesligisten, um mir das Training und die Spieler anzuschauen“, sagte Giani. In Düren gibt es einige Kandidaten. Neben Andrei zählen auch die anderen Mittelblocker Tim Broshog und Jaromir Zachrich zum Nationalmannschaftskader, Angreifer Marvin Prolingheuer war 2014 schon einmal dabei.

Auch Dürens Jüngster, Dennis Barthel, könnte mit seinen 20 Jahren interessant sein. Denn Gianis Pläne sind langfristig angelegt. „Unser großes Ziel ist die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio“, sagte der Mann, der jetzt die Nachfolge des Belgiers Vital Heynen antritt.

Wie Heynen zeigte sich auch der Neue angetan von den Bedingungen in Düren. „Die Halle hier ist optimal, das ist ein guter Standort.“ Gut möglich also, dass Deutschlands beste Volleyballer wie schon unter Vorgänger Heynen auch mit Giani für das eine oder andere Trainingslager an der Rur aufschlagen.

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