Bundesjazzorchester begeistert auf Burg Langendorf

Von: Bruno Elberfeld
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Jiggs Whigham (r.) dirigierte Instrumentalisten und Sänger vom „BuJazzO“ in der Remise von Burg Langendorf. Foto: bel

Langendorf. Intensive Melodien, modale Harmonien – in der voll besetzten Remise von Burg Langendorf begeisterte jetzt das Jugendjazzorchester der Bundesrepublik – besser bekannt als „BuJazzO“ (Bundesjazzorchester).

Die älteren Semester unter den vielen Besuchern konnten sich sicher erinnern, dass der Sound, den die jungen Musiker nach Langendorf brachten, in den 60er- und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts über die Radiosender der Republik schwirrte. Das Orchester spielte zu Beginn des Konzertes eines der Arrangements von Kurt Edelhagen und seinem Orchester „Inner Urge“, das Joe Henderson 1965 komponiert hatte. Die Musik kam frisch, flott und beschwingt daher, auch heute ist sie noch modern.

Den Jazzern zwischen 17 und 24 Jahren stand ein ehemaliger Weggefährte Kurt Edelhagens vor: Jiggs Whigham, vor ein paar Tagen aus Boston hergeflogen, um mit „BuJazzO“ zwei Konzerte zu geben. Die Menschen in der Remise auf Burg Langendorf ließen sich begeistern, beklatschten die virtuosen Soli, die von Intensität und Freude geprägt waren. Auf dem Programm stand unter anderem „Because I love you“, komponiert von Jerry van Rooyen und oft gespielt.

Ob die vielen Nachahmer allerdings die qualitative Interpretation von „BuJazzO“ erreichten, darf hinterfragt werden. Stücke wie „The Shadow of your Smile“ und „No more Blues“ wurden von den BuJazzO“-Stimmmen weich und harmonisch gesungen . Die Sänger brachten außerdem „My foolish Heart“ und „A Night in Tunesia“ zu Gehör. Letzteres stammt von Peter Herbolzheimer, der das Orchester 1988 gegründet hat.

Jiggs Whigham ist ein sichtlicher Glücksfall für die Musiker. Mit Freude und Tatkraft leitet er sie an, ist ihnen Vorbild und lässt sie an seinen Lebensweisheiten teilhaben. „Die Musik ist sehr wichtig“, erklärt er beispielsweise, „weil sie den Menschen hilft, Probleme zu bewältigen. Sie, meine Damen und Herren, haben nur einmal im Jahr Weihnachten, wir Musiker haben immer Weihnachten, wenn wir spielen.“

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