BUND startet in Langerwehe Projekt zum Bienenschutz

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Düren. Die BUND-Kreisgruppe Düren legt Jahresprogramm 2015 vor. Schwerpunkte sind Klimaschutz und Biodiversität. „Klimaschutz ist nicht alles – aber ohne ihn ist alles nichts“, sagte Walter Jordans, der Vorsitzende des BUND im Kreis Düren.

„Deshalb setzen wir uns für die Energiewende ein und informieren über Erneuerbare Energien zum Beispiel auf unseren Energie-Stammtischen. Wir organisieren Bürger-Energie-Genossenschaften und Zukunftswerkstätten um eine breite Bürgerbeteiligung zu erreichen. Wir erarbeiten Projekte für eine dezentrale Energieversorgung in der Nach-Braunkohle-Zeit und unterstützen die Bewerbung zur Leader Region an Inde & Rur (RRIR). Im Naturschutz konzentrieren wir uns auf die beiden Leitarten Wildkatze und Wildbiene. Wenn es uns gelingt deren Lebensbedingungen zu verbessern, fördern wir den gesamten Artenschutz im Kreis Düren.“

„Das Sterben der Wild- und Honigbienen ist in aller Munde. Ursache scheint vor allem im flächendeckenden Einsatz von Herbiziden in Landwirtschaft und Pflege zu sein“, sagt Dr. Rainer Wiertz, Bienen-Experte des BUND.

In Langerwehe, sagte Lothar Kurth, starte deshalb ein Projekt mit der Gemeinde: „Wir wollen auf eine bienenfreundliche Pflege auf öffentlichen und privaten Grünflächen hinwirken. Zudem wollen wir in Kooperation mit den örtlichen Landwirten eine Aufwertung von Ackerrandstreifen, Wegeränder, Straßenbegleitgrün erwirken.“ Die ‚Bienenfreundliche (blühende) Kommune“ könne zu einem Paradigmenwechsel in der Grünflächenpflege führen und damit Wild- und Honigbienen und viele weitere Arten fördern.

In Düren, Hürtgenwald und Langerwehe bietet der BUND Ausstellungen beziehungsweise einen Info-Stand zur Wildkatze an. Dort wird Experte Rolf Neumann über Vorkommen, Schutz und einen besseren Biotopverbund informieren.

Die Obstbaum-Schnitt-Kurse unter Leitung von Kerstin Delahaye und Dr. Reinhard Schultz-Hock sind klassische Mit-Mach-Aktionen.

Die Saftpresstermine – in diesem Jahr sind 18 Termine von Mitte September bis Mitte November geplant – sind nach Ansicht des BUND die Basis zur Erreichung der ökologischen Ziele im Streuobstwiesenschutz. .

Ein besonderes Angebot bietet der BUND Kindern bei der Nisthilfen-Bau-Aktion auf dem Eifelmarkt in Langerwehe. Hier dürfen die Jungen und Mädchen unter Anleitung nach Herzenslust sägen, hämmern und schrauben. „Das Engagement der Kinder entschädigt für den hohen Vorbereitungsaufwand“, sagte Lothar Kurth, Vorsitzender der BUND-Gruppe Langerwehe-Inden. Die Ergebnisse, Insektenhotels und Vogelnistkästen, trügen in heimischen Gärten zur Artenvielfalt bei.

Die gedruckte Fassung des Jahresprogramms der BUND-Kreisgruppe Düren wird im Dürener Kreishaus, in Rathäusern, Kirchen, Schulen und Kitas im ganzen Kreis Düren ausgelegt. Auch auf der Homepage der Kreisgruppe steht sie unter www.bund-dueren.deTelefonzum Herunterladen zur Verfügung.

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