Düren - BUND fordert Klimaschützer

WirHier Freisteller

BUND fordert Klimaschützer

Von: bel
Letzte Aktualisierung:
12144743.jpg
Auf Einladung von Walter Jordans, Vorsitzender der BUND Kreisgruppe Düren (l.) stellte Sebastian Ross die Aufgaben eines Klimaschutzmanagers vor. Foto: bel

Düren. „Sebastian Ross ist der einzige Klimaschutzmanager im Kreis Düren“, sagte der Vorsitzende des BUND im Kreis Düren, Walter Jordans. Der Kreis brauche unbedingt eine derartige Einrichtung, fuhr Jordans fort, damit er seine Aufgabe, den Klimaschutz im Kreis voranzutreiben, erfüllen könne.

Sebastian Ross ist seit einem halben Jahr Klimaschutzmanager der Stadt Jülich, einer Stadt, die mit Solarturm, Solarinstitut, Fachhochschule, Forschungszentrum, Technologiezentrum und eigenständigen Stadtwerken als Vorzeigebeispiel in Sachen Umwelt- und Klimaschutz gesehen wird.

14 Maßnahmen

Ross umriss zunächst den Weg Jülichs zu mehr Klimaschutz. Zielgerichtet muss er 14 Maßnahmen im Blick haben, von denen er den Mitgliedern und Besuchern im „Komm“-Zentrum berichtete. In Paris hatten sich im vergangenen Jahr 187 Länder verpflichtet, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Das bedeutet für jede Nation, jedes Land, jede Kommune und jeden privaten Haushalt, an diesem Ziel aktiv mitzuwirken.

In der Stromerzeugung, sagte Sebastian Ross, sei schon Einiges erreicht, wenn man auf die Ausbreitung der regenerativen Energieerzeuger schaue. Doch immer würden noch zu viele fossile Brennstoffe verbraucht. Das Land NRW liege hier im Negativtrend an der Spitze mit seinen Kohlekraftwerken.

Wie geht Ross in Jülich vor? Schon vor Jahren wurde der Ist-Zustand des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen im Stadtgebiet analysiert. Industrie und Wirtschaft sind für 28 Prozent, die privaten Haushalte für 34 Prozent und der Verkehr für 37 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Kommunale Gebäude kommen auf zwei Prozent. Ähnliche Zahlen ergeben sich für den Kreis Düren. Was ist zu tun?

Kommunikation und Information auf allen Ebenen haben die erste Priorität. Öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen werden geplant und durchgeführt. Medien müssen einbezogen werden. Verantwortungsträger einzelner Verwaltungen müssen an den „Runden Tisch“, denn die Kommunen sollten mit ihren Liegenschaften beispielhaft an vorderster Front stehen.

Dazu gehören auch die Suche nach der richtigen Fläche zum Bau von Windkraftanlagen, die Erstellung eines Energiekatasters mit dem Endziel eines schlüssigen Energiekonzepts. Sehr wichtig ist natürlich laut Klimaschutzmanager die Begleitung der Menschen beim „Bauen und Wohnen“.

Einwohner wollen beraten werden, wie sie ihre Wohnung und ihr Haus optimal sanieren und bauen, um einen Beitrag zu globalen Umweltzielen leisten zu können. Nicht vernachlässigen dürfe man dabei natürlich, forderte Ross, den öffentlichen und privaten Verkehr in einer Stadt beziehungsweise einem Kreis.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert