Bürgerpreis geht an Naturschutz-Verein

Von: Kevin Teichmann
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Der Langerweher SPD-Vorsitzende Ludwig Leonards (v. l.) gratuliert den Bürgerpreis-Gewinnern von der Langerweher Umwelt- und Naturschutz-Aktion (Luna) Andreas Schneider und Ulrich Böke. Der Landtagsabgeordnete Peter Münstermann und Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer schließen sich an. Foto: Kevin Teichmann

Langerwehe. „Natur gehört zu gutem Leben. Das Umweltbewusstsein muss gestärkt werden“, findet Dr. Wilhelm Schäffer, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales. Schäffer hielt die Laudatio zur zweiten Bürgerpreisverleihung der SPD Langerwehe.

Nachdem im Vorjahr der „Arbeitskreis Asyl“ ausgezeichnet wurde und eine Finanzspritze über 300 Euro bekam, ist in diesem Jahr der Verein Langerweher Umwelt- und Naturschutz-Aktion – kurz Luna – Ehrenträger. Und das Preisgeld fiel diesmal auch höher aus, wie der Langerweher SPD-Vorsitzende Ludwig Leonards berichtete: „Ein Bürger, der nicht genannt werden möchte, hat zugesagt, fünf Jahre lang 200 Euro extra beizusteuern.“ Machte nach Adam Riese insgesamt 500 Euro. Und der Gönner sei „noch nicht einmal SPD-Mitglied“, sagte Leonards und verdeutlichte damit, dass es beim Bürgerpreis nicht um die Partei, sondern vielmehr um den damit bewirkten Zweck gehe.

„In der Vorbereitung des Bürgerpreises haben wir uns viele unterschiedliche Formen des ehrenamtlichen Engagements in unserer Gemeinde angesehen. Einzelne Personen, Vereine, aber auch Organisationen haben wir kennengelernt – und dabei festgestellt: In unserer Gemeinde wird vieles in unterschiedlichen Bereichen ehrenamtlich und mit viel Einsatz bewältigt und vorangetrieben“, meinte Leonards glücklich über so viel „Mitgestaltung“: „Ohne diese Menschen funktioniert unsere Gemeinschaft nicht!“

Luna hat sich die Ehrenamtsauszeichnung redlich verdient. Der Verein wirbt für Ökostrom, informiert über alternative Energieträger. Zudem bietet Luna für Interessierte Pilze sammeln, Apfelsaft pressen oder das Erkunden der regionalen Tierwelt an. Und obendrein werden Wiesen mit Obstbäumen bepflanzt. In Sachen Umwelterziehung ist Luna auch in Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Düren unterwegs. „Dieser Einsatz für Umwelt und Natur ist in einer Region wie dieser, die sich selbst als Grenze zwischen dem Naturpark Nordeifel und der Industrieregion Indeland versteht, elementar“, zollte Schäffer den Aktivitäten des Vereins Respekt.

Froh um jede Hilfe

Andreas Schneider, stellvertretender Luna-Vorsitzender, zeigte sich im Anschluss an die Preisverleihung gerührt: „Das ist Wertschätzung und motiviert einen richtig. Man kann vieles tun, man muss es nur machen. Es wurde auch erwähnt, dass noch viel getan werden muss. Wir sind um jede Hilfe froh. In Langerwehe werden dem Ehrenamt keine Steine in den Weg gelegt.“

Luna-Vorsitzender Ulrich Böke bedankte sich ebenfalls ausdrücklich und nutzte den Moment, um seinen „Wunschzettel“ an die SPD zu verlesen: „Zum einen wünschen wir uns einen detaillierten Plan für den Strukturwandel bei der Stromerzeugung in Nordrhein-Westfalen. Zum anderen – und damit richten wir uns an die örtliche SPD – wünschen wir uns für das nächste Neubaugebiet in Langerwehe ausschließlich Netto-Nullenergie-Gebäude, die ohne fossile Energieträger versorgt werden.“

Als hätte er es geahnt, nahm der Langerweher SPD-Landtagsabgeordnete Peter Münstermann in seinem Schlusswort Bezug: „Die Braunkohle-Verstromung ist eine Brückentechnologie und der Tagebau Inden wird 2030 auslaufen – in 13 Jahren also. Das ist keine lange Zeitspanne. Wir müssen tausenden Menschen neue Jobperspektiven aufzeigen. Eine mindestens genauso wichtige Aufgabe wird es sein, unsere Umwelt nach den großen Tagebau-Eingriffen wiederaufzubauen.“

Bezogen auf Bökes Wunsch wurde er deutlich: „Es laufen bereits Gespräche: Es könnte sein, dass wir ein energieautarkes Gewerbegebiet errichten.“

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