Bürgermeisterkandidaten stellen sich den Fragen von Jugendlichen

Von: Bruno Elberfeld
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Die Moderatoren Görgis Ceylan (l.) und Chrisanthi Boura (r.) hatten die drei Spitzenkandidaten für das Oberbürgermeisteramt in der AFG zu Gast: Paul Larue (CDU), Verena Schloemer (Grüne) und in Vertretung des SPD-Spitzenkandidaten Henner Schmidt, Ulf Opländer (v.r.).

Mariaweiler. In Zeiten des bevorstehenden Wahlkampfs besuchen Politiker gerne Schulen. So jetzt geschehen in der Anne-Frank-Gesamtschule Mariaweiler. Cornelia Vianden und Michael Bednarz hatten im Unterricht das Superwahljahr 2009 in Sozialwissenschaften vorbereitet und die Schüler der Jahrgänge 11 und 12 hatten Gelegenheit, ihre Dürener Spitzenpolitiker live auf der Bühne der Mensa zu erleben.

Verena Schloemer, Fraktion Bündnis 90/Grüne, Bürgermeister Paul Larue (CDU) und Ulf Opländer in Vertretung des erkrankten Spitzenkandidaten der SPD, Henner Schmidt.

Konjunkturpaket II

Die beiden Moderatoren, Görgis Ceylan und Chrisanthi Boura, hatten im Vorfeld die Diskussion auf drei Fragenbereiche begrenzt: eigene Vorstellung der Kandidaten und ihre Ziele als zukünftige Chefs des Rathauses im Jugendbereich, konkrete Pläne, ob und wie Geld aus dem Konjunkturpaket II in die Jugendarbeit gesteckt wird und zuletzt ganz konkret, ob es in Zukunft finanzielle Entlastungen für Bustickets, Lehrbücher und Mensaessen geben wird.

Paul Larue konnte auf fast zehn Jahre Arbeit für Düren verweisen. Er - wie auch seine Mitstreiter - will auch in Zukunft verbesserte Bedingungen schaffen, dass junge Menschen, Familien und auch Senioren in dieser Stadt gut und gerne leben können. In den letzten Jahren seien 14 Millionen Euro in die Schulsanierungen geflossen, weitere Millionen würden dank des Konjunkturpaketes II folgen.

Verena Schloemer: „Mir hat es nicht geschadet, dass ich auf einer Gesamtschule war!” Die Verbundenheit zur AFG war damit hergestellt. Sie möchte das Jugendparlament in Düren reaktivieren und diesem Gremium auch ein Mitspracherecht einräumen. Neben dem „Konsumtempel” Stadtcenter sollten für Jugendliche auch noch Freiflächen geschaffen werden, die zu eigenem Freizeitgestalten anregen könnten.

Ulf Opländer bat, die Jugendlichen nicht isoliert zu betrachten. Sie seien Menschen in einem besonderen Lebensabschnitt und in diesem Stadium besonders förderungswürdig. Ob Düren in absehbarer Zeit Studienstandort wird, ist zu bezweifeln. Paul Larue bemüht sich, eine Filiale der Fachhochschule Aachen in die Stadt zu holen.

Heikel unter anderem das Thema Rechtextremismus. Sensibilisiert stellten die Pennäler hierzu die zentrale Frage: Was tut die Stadt Düren gegen diese rechten Rattenfänger?

Rollos runter und nicht beachten

Alle drei Streiter auf dem Podium verwiesen auf das „Bündnis gegen Rechts”. Die AFG ist hier auch Mitglied. Lebhaft wurde die Auseinandersetzung, als Larue das Problem in den Raum stellte, ob man den Rechten eine Plattform bieten soll, indem man dauernd über sie spricht, oder es wie Oberbürgermeister Schramma aus Köln machen sollte: Rollos runter und nicht beachten. Fazit: Die Oberstufenschüler erlebten demokratische Auseinandersetzung hautnah vor Ort.
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