Bürgermeister und Kämmerer umreißen die Aufgaben für 2012

Von: Stephan Johnen
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Ein Geschenk, das verbindet: Sabine Briscot-Junkersdorf verteilte Taschen mit Motiven aus allen Dürener Stadtteilen an die Vereinsvertreter.

Düren. An gleicher Stelle wird es vorerst keinen Neujahrsempfang der Stadt Düren mehr geben. In Vertretung des am Mittwochmorgen plötzlich erkrankten Bürgermeisters begrüßte am Mittwoch Stadtkämmerer Harald Sievers im Foyer des Rathauses Vertreter von Behörden, Industriebetrieben, Verbänden und Kultureinrichtungen.

„Im März beginnt hier der Umzug im Rahmen der Sanierungsarbeiten”, sagte Sievers, der in seiner Rede die „Baustelle” als zentralen Gedanken bewahrte.

Ob Rathaussanierung, Dorfentwicklungsplan in Merken, Ostumgehung Düren und interkommunale Zusammenarbeit: „Wir müssen unsere Stadt voranbringen, um den Anspruch als Mittelzentrum zu behaupten”, unterstrich Sievers. In seiner Ansprache mahnte er die Politik zur Haushaltsdisziplin und verdeutlichte mit Blick auf städtische Liegenschaften und Gebäude: „Wir haben mehr Objekte als wir uns leisten können.” Die Devise für die Zukunft müsse lauten: „Lieber weniger besser bewirtschaften.”

Bereits für Dienstagabend hatte Bürgermeister Paul Larue Vertreter von Vereinen, Verbänden und ehrenamtlich geführten Gruppen und Einrichtungen in den Winkelsaal von Schloss Burgau eingeladen. „Kein Ereignis hat die jüngste Stadtentwicklung so geprägt wie die kommunale Neugliederung”, blickte Larue auf den 40. Jahrestag der damals nicht unumstrittenen Gebietsreform zurück - um die Brücke ins Jahr 2012 zu schlagen.

Die Balance halten

Damals wie heute „müssen wir versuchen, die Balance zwischen der Entwicklung der Kernstadt und den dörflich geprägten Stadtteilen zu halten”, appellierte Larue an alle Dürener, „einander im Blick zu behalten”. Die damals Verantwortlichen hätten sich angesichts der Aufgabe „auch ein Stück weit zerrieben” - und eine „Riesenleistung der Integration” vollbracht. Ihnen gebühre Dank und Anerkennung. Die Aufgabe sei aber weiterhin aktuell. Egal, ob bei Schulen, Festhallen und Sportplätzen: „Alle sind gefragt, die Angebote vor Ort zu erhalten und die Wege kurz zu halten”, führte Larue weiter aus. Die Kirche solle im Ort bleiben, aber für Kirchturmdenken gebe es keinen Platz. Als Geschenk überreichte Larue daher den Vereinsvertretern eine Düren-Umhängetasche, die mit Motiven aus allen Stadtteilen verziert ist.

Aufgaben für die Zukunft und Herausforderungen sieht Larue ausreichend. Es gelte, die Mobilität der Menschen und die Anbindung der einzelnen Stadtteile zu verbessern und ein gutes Nahversorgungsangebot zu gewährleisten. Die sozialen Netze müssten ausgebaut werden und Hilfen vor Ort - für junge Familien ebenso wie für Senioren - angeboten werden. „Da sind Profis ebenso gefragt wie die Vereine und Verbände”, wandte sich Larue direkt an seine Zuhörer. Zu Dürens Stärken gehörten eine „intakte Gesellschaft und eine intakte Gemeinschaft”. Zu den Stärken gehöre es aber auch, eigene Schwächen rechtzeitig zu erkennen und beispielsweise bei schwindender Mitgliederzahl rechtzeitig an einer Vereinsfusion zu arbeiten, „um das Wesentliche zu erhalten”. Larue: „Wir müssen den Mut haben, neue Wege zu beschreiten.”
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