Bürgermeister kritisiert die Heimbacher Geschäftswelt

Von: Franz Sistemich
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Heimbach. Der Bürgermeister der Stadt Heimbach kann die Kritik der Heimbacher Geschäftswelt an der geplanten Offenlegung des Heimbachs nur „schwer nachvollziehen“.

Er fände es schade, lässt das parteilose Stadtoberhaupt über eine Agentur aus Kall mitteilen, „wenn das Projekt von wenigen, aber einflussreichen Bürgern bereits im Anfangsstadium blockiert werde.“

Überregionale Präsenz

In dem über vierseitigen Schreiben heißt es, dass Projekt sei deutschlandweit einmalig, von daher ein echtes Pilotprojekt, „das die Stadt von heute auf morgen überregionale Präsenz in den Medien bescheren dürfte“. Das 7,5 Millionen-Projekt, das eine 90-prozentige Förderung aus Mitteln der EU-Wasserrahmenrichtlinie erhalten werde, rechne sich gleich mehrfach, denn die Verrohrung des Heimbachs müsse ohnehin bald erneuert werden.

In dem Schreiben heißt es weiter: „Besonders der Geschäftswelt müssten diese Pläne gefallen.“ Aber: „Doch während Bürgermeister Peter Cremer und Stadtplaner Erich Schmidt von weiten Teilen der Bevölkerung großes Lob für ihre Idee und vor allem für die ausgeklügelte Fördermöglichkeit erhalten und der Rat bereits eine ökologische und technische Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben hat, deren positive Ergebnisse mittlerweile vorliegen, sind Teile der anliegenden Geschäftswelt verstimmt und möchten nicht, dass sich an den derzeitigen Gegebenheiten an der Hengebachstraße etwas ändert.“

Der Bürgermeister argumentiert, dass die Arbeiten während der eher dreijährigen Baumaßnahmen abschnittsweise vorgenommen werden, um die Bürger nur wenig zu bealsten. Eine komplette Sperrung der Hengebachstraße würde nicht hingenommen. Außerdem solle es keinen Baubetrieb während der touristischen Hauptsaison geben. Peter Cremer geht weiter davon, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen: „Die Berechnungen müssen seriös sein.“ Bei unvorhergesehen Schwierigkeiten, sei er sich sicher, werde die Bezirksregierung Heimbach nicht im Regen stehen lassen.

Einen Schritt nach vorne

Das Projekt stelle eine einmalige und große Chance für unsere Stadt dar, ihre Attraktivität weiter zu steigern und die Aufenthaltsqualität deutlich zu erhöhen. „Wir müssen etwas tun, um uns als Tourismuskommune am Markt zu behaupten.“ Deshalb dürfe man sich nicht an Bedenken klammern: „Wir müssen auch mal einen Schritt nach vorne tun.“

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