Heimbach - Bürgermeister Cremer spricht von „einmaliger Chance“

Bürgermeister Cremer spricht von „einmaliger Chance“

Von: Fred Schröder
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Heimbach. Mit einer Stimmengleichheit von zehn zu zehn hat der Stadtrat den Antrag der Verwaltung abgelehnt, das Projekt „Begegnungsstätte Haus Schiffmann“ beim Förderprogramm des Landes „Hilfen im Städtebau zur Integration von Flüchtlingen“ anzumelden.

Hat der Stadtrat mit dieser Entscheidung die nach Ansicht von Bürgermeister Peter Cremer „einmalige Chance“ verpasst, in Sachen positiver Stadtentwicklung eine erste Maßnahme anzustoßen „und damit ein Zeichen zu setzen?“ Aus Sicht der Verwaltung war Eile geboten, denn bis heute müssen die konkreten Projekte gemeldet sein. Eine Entscheidung des Landes erfolgt am 18. März.

Den Grundsatzbeschluss zur Teilnahme am Programm hatte der Rat bereits einstimmig gefasst. Jetzt wurde der Bürgermeister sehr konkret. Nach Überprüfung aller eigener Immobilien sowie leerstehender ehemaliger Gastronomiebetriebe stellte Peter Cremer das „Haus Schiffmann“ an der Hengebachstraße vor.

Auf den 550 nutzbaren Quadratmetern wäre auch Platz für unter anderem die Heimbach-Hilfe, zwei Etagen könnten Wohnzwecken gewidmet werden. Die Verwaltung rechnet mit Kosten von 850.000 Euro und erwartet 80 Prozent Landeszuschuss. Bei der Stadt würde ein Eigenanteil von 170.000 Euro verbleiben. „Den können wir aus der Pauschale finanzieren, also ohne neue Kredite“, sagte der Rathaus-Chef, der ein weiteres Argument anfügte: „Ein für das Stadtbild prägendes Haus bliebe erhalten“.

„Das ist alles mit heißer Nadel gestrickt“, befand Thomas Wagenbach (Grüne). Er vermisste „ein schlüssiges Konzept“ und wollte wissen, warum andere und sich schon im städtischen Besitz befindliche Immobilien nicht zum Zuge kamen. „Aus substanziellen, baulichen und finanziellen Aspekten“, lautete die Antwort des Bürgermeisters.

Der richtige Weg

Unterstützung für den Cremer-Plan kam von CDU-Fraktionschef Heinz Breuer: „Das ist der richtige Weg. Dieses Objekt zu erwerben kann nie falsch sein“. Das sahen einige Stadtratsmitglieder anders: „Wir haben genug eigene Immobilien. Man könnte endlich Schandflecke beseitigen“ hieß es und für Matthias Dürbaum (SPD) „wird mit einem weiteren Immobilienkauf die Haushaltssanierung ad absurdum geführt“. Ihm stimmte Hubert Kast (FDP) zu. „Wir haben Gebäude ohne Ende. Aus diesem traumhaft schönen Haus kann man alles machen“.

„Wir dürfen nicht nur auf das Kaninchen Sparen schauen“, setzte sich der Bürgermeister zur Wehr. Vergeblich. Nur die CDU-Ratsmitglieder votierten für das Haus Schiffmann. Alle anderen Fraktion waren dagegen, so dass bei Stimmengleichheit von zehn zu zehn der Antrag als abgelehnt galt.

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