Bürgerinitiative ist vom Verhalten der CDU enttäuscht

Von: sis
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Kreuzau. Karl-Heinz Kern, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Saubere Luft in Kreuzau” hat nach dem Ratsbeschluss vom Freitag keinen Hehl aus seinem Frust gemacht: „Ich bin schon enttäuscht über das Verhalten der CDU im Gemeinderat, weil ich überzeugt bin, dass die meisten Christdemokraten nicht richtig informiert waren und sich der Tragweite ihres Votums nicht bewusst waren.”

Die Union hatte sich im Kommunalparlament mit ihrem Ansinnen durchgesetzt, der Niederauer Mühle schon jetzt eine Ausnahme zu der in Angriff genommen Veränderungssperre unter bestimmten Voraussetzungen in Aussicht zu stellen.

Zuvor hatten die Vertreter aller Fraktionen in interfraktionellen Gesprächen mit der Verwaltung eine Linie auf den Weg gebracht, die eine Veränderungssperre ohne Ausnahme vorsah. Doch innerhalb der Union konnten sich Politiker nicht mit dieser kompletten Veränderungssperre anfreunden. Im Spagat zwischen den Interessen der Firma und der Bevölkerung schlug die Union eben diesen Ausnahmeweg ein. Die übrigen Parteien sahen - auch unter der Berücksichtigung des Spagats - die Interessen beider Lager gleichermaßen auch ohne Ausnahme berücksichtigt.

Und so schimpfte SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Heidbüchel: „Ich bin erschüttert. So werden dien Diskussionen der vergangenen Monate auf den Kopf gestellt.” Und auch Astrid Hohn, die Fraktionsvorsitzende der Grünen, mahnte die CDU: „Wir sollten nicht schon zu diesem Zeitpunkt über Ausnahmen reden, weil wir ja noch nicht die Sachverständigen gehört haben.”

Gelassener sah Egbert Braks, der FDP-Sprecher, trotz ablehnender Haltung dem CDU-Begehren gegenüber die ganze Angelegenheit: „Es ist doch normal, dass jemand seinen Antrag in den Rat einbringt, auch wenn er im, Ausschuss abgelehnt worden ist.” Für Karl-Heinz Kern steht jedenfalls fest: „Alte Probleme sind noch nicht gelöst, jetzt haben wir schon die neuen.”
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