Wollersheim - Bürgerhaus: Der Saal ist saniert

Bürgerhaus: Der Saal ist saniert

Von: bugi
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Wollersheim. Wenn die KG Wollersheim am Sonntag um 14.11 Uhr zu ihrer Kindersitzung einlädt, findet die an unerwarteter Stelle statt.

„Mir han weder ne Prinz, noch e ne Saal, doch mir fiere trotzdem Karneval!“ lautet in diesem Jahr das Motto der KG – es ist dem Umstand geschuldet, dass Mitte letzten Jahres ein kompletter Trakt des Bürgerhauses abgebrannt ist.

Ohne Bürgerhaus kein Saal für die Ortsvereine. Ende August hatte Marc Nagelschmidt, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, noch die Hoffnung, dass man im Mai 2016 wieder im Bürgerhaus feiern kann. Er hat sich getäuscht: Der Hauptsaal ist schon jetzt wieder hergerichtet und so haben die Jecken ohne Saal ihr angestammtes Terrain überraschend früh zurück. Dass das Karnevalsmotto dadurch überholt ist, stört nicht. Im Gegenteil, KG-Präsident Timo Hansen ist froh, die Veranstaltungen nicht in den Stiftshof oder nach Vlatten auslagern zu müssen.

Zwar war der Hauptsaal, der rund 250 bis 300 Personen fasst, von dem Brand in der Nacht zum 18. Juni weitestgehend verschont geblieben, eine Sanierung musste dennoch erfolgen. Und improvisieren müssen die Karnevalisten auch: Sie bauen ein Zelt für die Bewirtung auf, Toilettenhäuschen ersetzen noch fehlende sanitäre Anlagen. „Dennoch ist das wichtigste geschafft: die Karnevalsveranstaltungen müssen nicht ausgelagert werden“, freut sich Nagelschmidt, dass die Sanierungsarbeiten deutlich zügiger voranschreiten, als ursprünglich absehbar war.

Bis zur kompletten Wiederherstellung wird es aber noch dauern. Der vordere Trakt ist abgerissen, der Antrag für den Neubau gestellt. Hier steht laut Kreisverwaltung noch eine Stellungnahme zum Brandschutzgutachten aus, so dass mit einer zügigen Genehmigung zu rechnen ist. Der Anbau soll eingeschossig erfolgen, um die Betriebskosten niedrig zu halten.

Noch nicht eindeutig geklärt ist die genaue Vertragsgestaltung zwischen Eigentümer, Stadt und Dorfgemeinschaft. Das Bürgerhaus war ursprünglich mit einem Landeszuschuss gefördert worden. „Ob diese Zweckbindung der Landesmittel nach dem Brand weiter besteht, muss noch geklärt werden“, betont Bürgermeister Marco Schmunkamp.

Bisher hatte die Stadt das Gebäude angemietet und den Vereinen gegen eine Gebühr zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, dass die Vereine künftig selbst in den Mietvertrag einspringen und das Dorfgemeinschaftshaus dann in Eigenregie betreiben.

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