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Bürger und Ortsvorsteher machen mobil gegen neue Windräder

Von: sis
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Helmut Waldmann, Frank Hoffmann und Albert Grein wehren sich mit zahlreichen anderen Nideggenern gegen die Windräder.

Nideggen-Berg. Der Widerstand gegen weitere Konzentrationsflächen auf dem Gebiet der Stadt Nideggen wächst: Am Montagabend setzten sich in der Gaststätte Rosenflora in Berg über 30 Männer und Frauen zusammen.

Die Initiatoren Helmut Waldmann, Frank Hoffmann und Albert Grein aus Wollersheim hatten zu dieser Veranstaltung eingeladen, um die Bürger gegen die bis zu 21 möglichen Windräder rund um Berg zu mobilisieren. Ihre Überlegung: Mit einer Bürgerinitiative könne noch mehr Druck ausgeübt werden.

Unter den Windkraftgegnern befanden sich auch Politiker von drei Nideggener Ratsfraktionen: Menschen für Nideggen, FDP und CDU wollen Ende Januar im Stadtrat die Ausweisung zusätzlicher Windkraft-Konzentrationszonen zu Fall bringen.

Sechs Unterschriften

Druck üben auch die sechs Ortsvorsteher aus, deren Orte im Dunstkreis der möglichen Windräder liegen: Sigurd Nießen (Nideggen), Edith Esser (Rath), Dieter Nolden (Berg), Alexandra Schröder (Muldenau), Heinrich Esser (Embken) und Hubert Müller (Wollersheim). Die Politiker von CDU und Menschen für Nideggen haben eine Resolution unterschrieben. Ihr Titel lautet: „Mensch und Natur schützen: Keine weiteren Windräder!“

Die Politiker sagen: Eine Barriere von Windrädern würde die Attraktivität des Nideggener Ortskerns schmälern. Der dörfliche Charakter von Orten wie Muldenau oder Embken und die Kulturlandschaft des oberen Neffelbachtales würden durch die Konzentrationszonen zerstört. Vogelarten würden bedroht.

Die Ortsvorsteher erinnern daran, dass Nideggen die erste Kommune im Kreis war, die für die Windkraft ihren Flächennutzungsplan änderte. Es gebe kein öffentliches Interesse, nur Einzelinteressen für weitere Potenzialflächen. Und der zu erwartende Gewinn rechtfertige nicht die Beeinträchtigung der Lebensqualität und des Eingriffes in die Natur.

Am Dienstag schickten CDU, MfN und FDP einen Antrag an Nideggens Bürgermeisterin, die Resolution der Ortsvorsteher auf die Tagesordnung der Ratssitzung vom 28. Januar zu nehmen.

Eben diese Zusammenkunft der Kommunalpolitiker wollen die Bürger, die in Berg am Montagabend zusammenkamen, abwarten: Legt der Rat das Thema neue Konzentrationsflächen nicht zu den Akten, wird eine Bürgerinitiative gegründet. Ihr Vorbild: die BI „Rettet den Rursee“.

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