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Bürger kämpfen weiter für das Freibad

Von: ale
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Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch sprach auf einer Bürgerversammlung zum Schwimmbad in Vossenack. Bürger wollen das Freibad erhalten. Foto: Lauscher

Vossenack. Die Vossenacker wollen ihr Freibad erhalten. Das ist das Ergebnis einer Versammlung im Dorfgemeinschaftshaus, die am Freitag stattfand und einen Informationsaustausch zum Ziel hatte. Es wurde lebhaft diskutiert, manche Beiträge ernteten spontanen Applaus.

„Das Thema hat bereits viel Aufmerksamkeit gefordert“, stellte Axel Buch, der Bürgermeister der Gemeinde Hürtgenwald, fest. Beispielsweise hatte eine Unterschriftensammlung seit dem vergangenen Sommer gezeigt, dass weit über 1000 Menschen der Meinung sind, das Freibad müsse weiter betrieben werden. Und nun waren es wieder zirka 70 Personen aller Altersgruppen, die sich im Dorfgemeinschaftshaus eingefunden hatten und damit ihr Interesse bekundeten.

Axel Buch fasste zusammen: „Unser Freibad ist gut frequentiert, der Besuch ist natürlich wetterabhängig. Aber: Der Betrieb war schon immer nicht auskömmlich.“ Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Im Jahr 2012 fielen ca. 6300 Euro Personalkosten an, für 20.000 Euro war der Bauhof der Gemeinde tätig, 67.000 Euro wurden für Energie fällig, und 9000 Euro kostete die Chemie, mit der man die erforderliche Wasserqualität gewährleistete.

Dazu kamen Aufwendungen für Reparaturen und Ersatzteile, für Reinigungsmittel und Entsorgung. Insgesamt betrugen die Ausgaben über 182.000 Euro. Ihnen standen nur Einnahmen in Höhe von 28.000 Euro gegenüber; es entstand also ein Defizit von 154.000 Euro. „In 2013 wird es nicht ganz so schlimm“, deutete Axel Buch an.

Er musste aber auch wieder ganz klar darlegen, dass es sich hier um „freiwillige Ausgaben“ der Gemeinde handele, die gezwungenermaßen drastisch eingeschränkt werden müssen. Und dass der Gemeinderat nicht um eine Schließung des Freibads herumkäme, wenn keine andere Konstellation gefunden würde. Ein neuer Betreiber könnte von der Gemeinde einen jährlichen Zuschuss von 50.000 Euro erhalten.

Wolfgang Menningen meldete sich als Vertreter des Dorfforums zu Wort. „Wir haben uns vergleichbare Bäder in der Umgebung angeguckt“, berichtete er, „zum Beispiel in Gemünd und in Abenden. Es wurde angemerkt, die Wassertemperatur müsse nicht bei 24 Grad liegen, sondern könnte gesenkt werden.“

Aus der Versammlung kamen Anregungen, auch die niedrigen Eintrittspreise zu überdenken; zurzeit kostet eine Tageskarte 3,40 Euro und die Jahreskarte 48 Euro. Die Einnahmen aus dem Kiosk könnten optimiert werden. Jemand schlug vor, die hohen Bäume zu fällen und durch Sträucher zu ersetzen, um auf diese Weise die Morgensonne besser ausnutzen zu können. Man kam auf eine Solaranlage zu sprechen, mit deren Hilfe man Energie einsparen könnte.

Und schließlich wurden die Personalkosten aufs Korn genommen. Rainer Polzenberg erläuterte zur Aufsicht im Schwimmbad, sechs bis zehn ausgebildete Rettungsschwimmer, die ehrenamtlich oder für ein kleines Entgelt arbeiten würden, könnten eine große Entlastung bedeuten. Andrea Volk stellte fest: „Viele wollen helfen; wir sollten anfangen.“

Daraufhin bat Bürgermeister Buch die Anwesenden um ihr Handzeichen und zählte anschließend auf: „80 Prozent wären bereit, sich in einem Förderverein zu beteiligen, etwa die Hälfte will mit anpacken, und etwa ein halbes Dutzend würde sich in einem Trägerverein engagieren. Sogar für die Schwimmaufsicht melden sich überraschend viele Personen.“

Damit nun zügig in eine konkrete Planung eingestiegen werden kann, verabredeten sich die Teilnehmer wieder für den kommenden Freitag, 17. Januar, um 19 Uhr in der Grundschule. „Ich bin relativ optimistisch, dass die Probleme lösbar sein werden“, schloss der Bürgermeister, „ich hoffe, wir sehen uns alle nächste Woche wieder.“

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