Hausen/Blens - Bürger fordern schnelles Internet

Bürger fordern schnelles Internet

Von: bel
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Die Sprecher der IG Schnelles Internet wollen in Hausen und Blens ein stabiles Netz haben. Foto: bel

Hausen/Blens. Vielen Männern und Frauen, Jugendlichen, aber auch Kindern, schwellen langsam ihre „Ärgerkämme“ in Hausen und Blens. Seit vielen Monaten kämpfen sie mit Vodafone um sichere und schnellere Versorgungsleitungen. Außer guten Ratschlägen, sagen sie, ist da nichts Verwertbares.

„Wir sind einfach aufgeschmissen“, sagte eine Sprecherin der IG Schnelles Internet. Ältere Leute ohne Handy können bei Ausfall der Leitung keine Notrufe absetzen, Bewerbungsunterlagen – oft Terminsachen – können nicht via Internet an den Adressaten gelangen, Examensarbeiten kommen nicht termingerecht bei den Hochschulen an. Leute, die zu Hause am Computer arbeiten, können ihre Produkte nicht wegschicken. Otmar Lennartz brachte es auf den Punkt: „Ohne brauchbares Internet hat unser Dorf Hausen keine Zukunft!“

Wie konnte es dazu kommen? Blens und Hausen wurden vor Jahren von der Telekom versorgt. Die Leitungen waren sehr langsam. Vodafone versicherte bei einer Bürgerveranstaltung im Haus des Gastes in Blens, die Orte könnten mit schnelleren Leitungen ausgestattet werden. LTE war das Zauberwort. Da stehe ja ein Mast in Abenden, für viele selbst von Hausen aus sichtbar. Ein freier Mitarbeiter der Firma Vodafone maß kurze Zeit später die Empfangskapazität am jeweiligen Standort. Das Projekt wurde abgenickt.

Das Ergebnis: Stundenweiser Ausfall wird kaum mehr registriert, weil die tagelangen Unterbrechungen bis zu anderthalb Wochen doch sehr an den Nerven zerren. Der Mast in Abenden, das stellte man dann fest, ist nur für den Funkverkehr geeignet. Der „zuständige“ Mast steht in der Maus-auel zwischen Nideggen und Leversbach.

Schwache Angebote

Mit der Technik vor Ort, so stimmen alle Experten überein, werden die Hausener und Blenser keinen zuverlässigen und keinen sicheren Empfang bekommen, obwohl sie Antennen auf ihren Häusern installierten. Das Angebot der Telekom: 384 Kilobyte, ebenfalls zu schwach. Viele Nutzer aus Blens und Hausen fühlen sich in den Allerwertesten gekniffen, denn ihre Dörfer haben weit und breit die schlechteste Internet- und Festnetzleitung. Einige Betroffene haben sich zur IG Schnelles Internet zusammengeschlossen. Ihr Begehren: „Wir wollen etwas Stabiles und Sicheres und Schnelleres!“ Am 9. April treffen sie sich um 20 Uhr im Blenser Haus des Gastes. Eingeladen sind natürlich auch interessierte Einwohner, die nicht geschädigt sind.

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