Bündelung der Kräfte: Gemeinde Merzenich und Stadt Kerpen kooperieren

Von: asw
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Merzenich/Kerpen. Die Gemeinde Merzenich arbeitet in Zukunft mit der Stadt Kerpen zusammen. Merzenich ist die erste Gemeinde im Kreis Düren, die den Bereich Personalverwaltung an eine andere Kommune abgegeben hat.

„Ab 2017 wird sich Kerpen dann um unseren Rechnungseingang kümmern“, sagt Lothar Klein, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.

Konkret heißt das: Ein Elektrobetrieb, der im Merzenicher Rathaus Lampen erneuert hat, schickt die Rechnung dann nicht mehr nach Merzenich, sondern nach Kerpen. Noch kann er das in Papierform tun. „Ab 2020 soll es dies nur noch in elektrischer Form geben“, ergänzt Klein. Auch wenn Kerpen die Personalverwaltung für Merzenich übernommen hat, die Vorstellungsgespräche führen nach wie vor Mitarbeiter in der Merzenicher Verwaltung. „Diesen Bereich haben wir nicht abgegeben“, sagt Klein.

Aber nicht nur die Kolpingstadt soll Dienstleistungsaufgaben für Merzenich übernehmen, Bürgermeister Georg Gelhausen (CDU) will, dass seine Gemeinde sich künftig um die Themen Steuern und Gebühren für Kerpen kümmert. Der große Plan ist, ein kommunales Dienstleistungszentrum aufzubauen und Kosten dabei einzusparen. „Dann können auch andere Kommunen an uns herantreten und Merzenich kalkuliert und berechnet die Gebühren für Abwasser und Müll“, sagt Klein. Natürlich nicht kostenlos. In einem Vertrag wird eine Summe festgehalten, die für die jeweilige Dienstleistung zu bezahlen ist.

Für Gelhausen ist die Wahl für eine Zusammenarbeit auf Kerpen gefallen, „da die Stadt genauso vom Tagebau betroffen ist wie wir und es auch noch andere Schnittstellen gibt“, erklärt er. „Als ich Kerpens Bürgermeister Dieter Spürck gefragt habe, war er sofort dabei“, ergänzt Gelhausen. Seiner Ansicht nach hätte es bei einer Anfrage bei der Stadt Düren oder beim Kreis „Diskussionen gegeben, auch politischer Art“. „Außerdem hat es Charme, auch mal kreisübergreifend zu arbeiten“, sagt Gelhausen. Für ihn sei es wichtig, bereits „unterwegs zu sein, wenn andere noch diskutieren“.

Geplant ist ebenfalls, dass die Vollstreckungsdienste, also Beamte, die beispielsweise nicht bezahlte Hundesteuern eintreiben, künftig von den Kerpener Mitarbeitern erledigt werden. „Für uns ist diese interkommunale Zusammenarbeit keine Einbahnstraße – ganz im Gegenteil“, sagt Klein. Kerpens Bürgermeister Dieter Spürck (CDU) sieht das genauso. „Beide Seiten profitieren“, sagt er auf Anfrage unserer Zeitung.

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