Buchstütze für Fitnessgeräte: Für eine spannende Lektüre auf dem Trimm-dich-Rad

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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So lassen sich zwei Hobbys verbinden: Bettina Peiffer aus Düren hat einen tragbaren Buchhalter für Fitnessgeräte konzipiert. Foto: Berners

Düren. Bettina Peiffer tritt gerne auf dem Home-Trainer in die Pedale. Ein bisschen langweilig findet sie den Ausdauersport auf dem Trimm-dich-Rad ab und an schon, aber er tut ja schließlich gut. Zuhause lässt sich das Rad notfalls ja noch vor den Fernseher schieben, aber im Fitnessstudio oder im Urlaub?

Außerdem liest Bettina Peiffer viel lieber, als dass sie in die Röhre guckt. Dumm nur, dass sich diese beiden Hobbys nicht so recht verbinden lassen wollten. „Wenn man das Buch festhält, ist die Körperhaltung nicht ideal“, hat Bettina Peiffer festgestellt. „Manchmal kann man das Buch zwar auf einer schmalen Leiste abstellen, aber die Seiten fallen immer wieder zu.“

Also hat sie sich auf die Suche gemacht: Im Internet gab es zwar Buchhalter für Fitnessgeräte, aber nur solche, die fest an einem Gerät angebracht sind. Ein transportables, das man Zuhause, im Urlaub und im Fitnessstudio benutzen kann, beim Rad gleichermaßen wie beim Cross-Trainer: Fehlanzeige. Aber „Not“ macht ja bekanntlich erfinderisch.

So stieß die 46-Jährige im Internet auf das Erfinderhaus, eine Vermarktungsagentur aus Berlin, die Erfinder bei der Marktplatzierung ihrer Idee unterstützt. Aus Draht, Klammern und Pappe stellte die Angestellte einen Prototypen her. Leicht muss der Buchhalter sein und flexibel anpassbar an die Geräte. Er musste in jede Sporttasche passen und höhenverstellbar sein, weil Bücher schließlich unterschiedliche Formate haben. „Die Hände sind frei für den Sport“, erklärt Bettina Peiffer. „Der Buchhalter ist für die Menschen gedacht, die lockeres Ausdauertraining machen wollen. Wer Spinning betreibt, wird dabei sicher nicht lesen wollen“, erklärt sie. Aber Menschen, die Cardio-Training absolvieren, gebe es ja genug. Das Gebrauchsmuster, eine Vorstufe zum Patent, hat Bettina Peiffer bereits eintragen lassen.

Die Agentur kümmert sich um alles Weitere. Bis das Gerät auf den Markt kommt, nutzt Bettina Peiffer auf ihrem Home-Trainer den Prototypen. Und irgendwie hat die Angestellte Blut geleckt, was das Erfinden anbelangt: „Ein paar Ideen habe ich noch.“

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