Düren - Brückenbauer ins Berufsleben: „Jugend stärken im Quartier“

Brückenbauer ins Berufsleben: „Jugend stärken im Quartier“

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Mit dem Projekt „Jugend stärken im Quartier“ will die Stadt Jugendlichen mit Startschwierigkeiten wieder eine Perspektive aufzeigen. Foto: stock/Christian Ditsch

Düren. Null Bock auf Schule, keinen Abschluss, keine Chance, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, dauerhafter Hartz-IV-Bezug bis hin zu gekürzten Leistungen, weil die Bemühungen der Job-com schlichtweg ignoriert werden: Viele Jugendliche befinden sich einer gefährlichen Abwärtsspirale, auch in Düren. Oft wissen sie nicht einmal, an welche Stellen sie sich hilfesuchend wenden könnten.

Sie gehören zur Zielgruppe des neuen Förderprogramms „Jugend stärken im Quartier“ des Bundes. Finanziell unterstützt vom Europäischen Sozialfonds sollen junge Menschen aus sozialen Problemgebieten auf einen erfolgreichen Einstieg in Ausbildung und Arbeit vorbereitet werden. Die Stadt Düren erhält in den kommenden vier Jahren 630.000 Euro an Zuschüssen und steuert die gleiche Summe aus eigenen Haushaltsmitteln bei.

Mit diesem Geld wird das Modellprogramm in zwei Stadtquartieren angeboten, in Düren-Nord und Düren-Ost, in denen besonders viele Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von zwölf bis 26 Jahren durchs Raster zu fallen drohen.

In Düren-Nord kooperiert die Stadt bei der Umsetzung des Programms mit dem Sozialwerk Dürener Christen, in Ost-Düren mit der Low-tec, der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft der Evangelischen Gemeinde. Beide Organisationen haben große Erfahrungen auf dem Gebiet der Integration von Jugendlichen und arbeiten auf verschiedenen Ebenen bereits seit Jahren mit dem Dürener Jugendamt zusammen.

„Wir helfen jungen Menschen, die den Übergang in die Arbeitswelt aus eigener Kraft oder mit den Standardinstrumenten der Arbeitsmarktpolitik nicht meistern, weil sie zum Beispiel aus schwierigen familiären Verhältnissen stammen oder vor anderen Herausforderungen stehen“, erklärt Bundesjugendministerin Manuela Schwesig. „Fachkräfte der Jugendsozialarbeit unterstützen sie, individuelle Hürden zu überwinden, damit sie eine neue Perspektive für die Zukunft gewinnen.“

Vor Ort sieht das so aus, dass Streetworker die Jugendlichen zunächst aufsuchen, erklärt Peter Junker vom Jugendamt der Stadt. Es folgen kurzfristige Beratungen bis hin zum Einzelfallmanagement, bei dem die Jugendlichen längerfristig begleitet werden. Da das Projekt „Jugend stärken im Quartier“ auf vier Jahre angelegt ist, erhofft sich Junker nachhaltige Effekte. Ziel sei es, mehr als der Hälfte der Problemjugendlichen wieder eine Perspektive zu geben. Und das sind in beiden Stadteilen mehr als 600.

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