Brennendes Stoppelfeld hält Feuerwehr im Atem

Von: red
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Nideggen. Es war ein Einsatz, wie selbst die Feuerwehr ihn nicht alle Tage erlebt: Sämtliche Kräfte der Feuerwehr Nideggen und zwei Gruppen der Feuerwehr Heimbach wurden mehr oder weniger an die Grenzen der Belastbarkeit geführt.

Um 11:59 wurde der Rettungsleitstelle der Brand eines Stoppelfeldes und der Böschung an der K48 zwischen Berg und Heimbach gemeldet. Auslöser des Brandes war vermutlich ein Defekt an einer Ballenpresse eines Lohnunternehmers, der auf dem Feld seiner Tätigkeit nachging. Die Löschgruppen aus Berg und Nideggen brachten den Brand schnell unter Kontrolle.

Aber gegen 13 Uhr wurde die Feuerwehr erneut zu der Stelle gerufen. Nun brannte neben einer großen Fläche des Feldes auch der Traktor und die Ballenpresse. Der Lohnunternehmer hatte nach vermeintlicher Reparatur des defekten Geräts seine Arbeit fortgesetzt. Das Resultat; Er hatte nun etwa 6000 Quadratmeter Feldfläche entfacht. Ebenso brannte die Ballenpresse.

Wegen der extremen Trockenheit und eines leichten Windes breitete sich der Brand rasend schnell in Richtung des angrenzenden Badewaldes und einiger noch nicht abgeernteter Getreidefelder aus. Der Einsatzleitung blieb nichts anderes übrig, als ganz massiv Einsatzkräfte an die Einsatzstelle zu beordern.

Neben allen sechs Löschgruppen der Feuerwehr Nideggen (Nideggen, Berg, Wollersheim, Embken, Abenden und Schmidt) wurden die Löschgruppen aus Heimbach und Hergarten alarmiert. Unterstützung kam aus dem Feuerschutztechnischen Zentrum des Kreises Düren. Ein Container mit Wassertank sowie ein Schlauchcontainer kamen zum Einsatz. Mit dem Schlauchcontainer wurde eine Wasserversorgung aus Berg errichtet. Die Wasserversorgung erfolgte über eine etwa einen Kilometer lange Schlauchleitung.

Große Probleme bereiteten den Helfern die hohen Temperaturen. An der Einsatzstelle wurden 41 Grad Celsius gemessen. Einige Einsatzkräfte drohten zu kollabieren, ein Rettungswagen wurde zur Vorsicht angefordert. Ein Feuerwehrmann wurde durch den Rettungsdienst mit Kreislaufproblemen behandelt. Probleme gab es bei der Kommunikation an der Einsatzstelle. Fehlende Funkgeräte für den Einsatzstellenfunk machten die Verständigung zwischen der Wasserentnahmestelle in Berg und der Brandstelle unmöglich.

Die Einsatzleitung musste auch das hohe Risiko eingehen, sämtliche Löschgruppen der Feuerwehr an die Einsatzstelle zu beordern, um der Sache Herr werden zu können. Ein weiterer Einsatz in dieser Zeit hätte nur mit Verzögerung bearbeitet werden können.

Seitens der Feuerwehr wurde nach Abschluss der Löscharbeiten eine Brandwache bis 18 gestellt. Trotzdem musste die Feuerwehr gegen 19:52 und 23:24 Uhr nochmals ausrücken, da Glutnester aufgeflammt waren.

Die Feuerwehr rät dringend davon ab, bei den derzeitigen klimatischen Gegebenheioten und der vorherrschenden Trockenheit in den Wäldern und Feldern zu Rauchen und offenes Feuer zu entfachen. Auch das Fahren auf Waldwegen birgt Gefahren. Katalysatoren der Fahrzeuge sind so heiß, dass sie Brände entfachen können.
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