Bremsmanöver: Havariertes Speiseeis beschäftigt Polizei

Von: red/pol
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Speiseeis
Abgebremst, aber Kollision vermieden: Trotzdem moniert ein Eisverkäufer 1000 Euro Sachschaden durch angeschmolzenes Speiseeis. Symbolbild: David Ebener/dpa Foto: David Ebener/dpa

Düren. Ein Streit um havariertes Speiseeis beschäftigt zurzeit die Dürener Polizei. Eine 19-jährige Autofahrerin brachte beim Abbiegen auf die Renkerstraße einen Eisverkäufer zum plötzlichen Bremsen. Zur Kollision kam es nicht. Doch der junge Mann beanstandet einen Schaden von über 1000 Euro - durch geschmolzenes Speiseeis.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war die junge Frau aus Langerwehe am Mittwoch um kurz nach 17 Uhr auf der Straße Im Kleffert unterwegs. Als sie nach links auf die viel befahrene Renkerstraße einbog, kam es zum strittigen Bremsmanöver: Denn zur selben Zeit fuhr der Fahrer eines Verkaufswagens für Speiseeis auf der Renkerstraße in Richtung Rurbrücke. Er sah das Auto der 19-Jährigen, bremste ab und konnte eine Kollision vermeiden. Glück gehabt, sollte man meinen. Doch für den Eisverkäufer war die Geschichte damit nicht vorbei.

Durch wiederholtes Hupen brachte er die nun vorausfahrende Frau zum Anhalten. Und beanstandete den von ihm behaupteten Schaden. Denn durch das plötzliche Abbremsen, sei die Abdeckung der Kühltruhe „ausgerissen und nach vorne geschossen“, wie es im Polizeibericht heißt. Seine kühle Fracht sei dadurch angetaut, wodurch ein Schaden in Höhe von mehr als 1000 Euro entstanden sei. Darüber hinaus klagte der Mann über heftige Schmerzen im Knie, das er „bremsungsbedingt“ angeschlagen habe.

Nach Aussagen der Polizei bemühten sich die hinzu gerufenen Polizeibeamten „um objektive Klärung“. Über die tatsächliche Stärke der Bremsung machten beide Beteiligten abweichende Aussagen. Auch ob die Kühltruhenhaube bereits vor dem Unfall defekt war, ließ sich vor Ort nicht abschließend klären. Hinsichtlich der Knieverletzung wird ein Attest für Aufklärung sorgen müssen. Die Polizei untersagte dem Fahrer allerdings die Weiterfahrt – „immerhin war er an entscheidender Stelle verletzt“, so die Polizei.

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