„Brauhaus“-Konzert: Kölsche Hymnen und Schlager

Von: ah
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Drei der vier „Colör“-Mädels (v.l.): Ute Geller, daneben Schwester Birgitt Geller und Maike Jost (als Ersatz für Anja Hummel).

Düren. „Wie viele Männer sind heute Abend hier?“, fragt Colör-Frontfrau Ute Geller bei ihrem Konzert im „Brauhaus“ ins Publikum. Sie will ausloten, ob der für die Jungs reservierte Mitsing-Part in ihrem Song „Alles hät sing Zick“ überhaupt eine Chance auf Aufführung hat.

Eine grobe erste Schätzung der Sängerin („Ach, doch drei!“) erweist sich als ungefähr richtig, die Mädels behalten beim Mitsingen stimmlich souverän die Oberhand. Die ausgeteilten Textblätter sind dabei überflüssig, die treuen Fans der Gruppe sind absolut textsicher und singen nicht nur bei den ausgewiesenen Mitsing-Stellen fröhlich mit.

Sie folgen der Frauenband bei deren Hymnen auf die kölsche Heimat („Kölsche Mädche sin jefährlich“), aber auch – wie bei dem „Nickerbocker & Biene“-Coversong „I wü nur zruck zu dir“ aus den 80er Jahren – ins tiefste Bayern. Oder eben – wie im Falle des Lobgesangs auf Jonny Klein, den schönen Casanova-Seemann – bis nach Helgoland im höchsten Norden.

Die sympathische Sängerin Ute Geller macht es ihrem Publikum leicht mitzusingen, zum Beispiel mit Eis brechenden rheinischen Sätzen wie: „Och, dat es ene janz einfache Melodie. Sin nur unjefähr 70 Oktaven dobei.“ Ein sicherer Lacher, gerade weil die Fans wissen, dass die „Colörs“ waschechte Partymusik produzieren. Disco- und Schlagerrhythmen dominieren.

Hier und da gibt es ein paar Anklänge an die irische Volksmusik, wie zum Beispiel im Lied von Jonny Klein. Hier ist im Halb-Playback eine irische Fiddle zu hören. Jonny Klein wird übrigens an diesem Abend von Manfred Gaastra verkörpert, der mit seiner Frau Angelika eigens aus Nörvenich anreiste, um die Show der vier kölschen Mädels zu erleben.

„Sie haben mich jetzt schon zum zweiten Mal auf die Bühne geholt“, sagt er anschließend. Gaastra, der selbst im Karnevalsverein aktiv ist und bestimmt auch deshalb so gut auf der Bühne mitspielte und -tanzte, fasst das Erfolgsrezept der Frauenband so zusammen: „Sie haben keine Hemmungen, sie können singen, sie haben Ausstrahlung und sie haben ihr Publikum voll in der Hand.“

Die vier Frauen aus dem Rheinland verstehen sich aber nicht nur auf Partymusik. Sie singen auch Countrymusik, an die Ute Geller schon in den 80ern während ihrer Zeit als Sängerin der „Memphis-Country-Band“ ihr Herz verlor. Die Band selbst freute sich sichtlich, wieder einmal in Düren zu sein. Auch Veranstalter und „Brauhaus“-Inhaber Oliver Bodin war zufrieden: „Es hätten zwar noch ein paar mehr Dürener kommen dürfen, aber diejenigen, die gekommen sind, hatten großen Spaß. Das ist das Wichtigste.“

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