Düren - „Brass Band“: Fetziges Jahreskonzert im Haus der Stadt

„Brass Band“: Fetziges Jahreskonzert im Haus der Stadt

Von: Bruno Elberfeld
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Martin Schädlich, die „Brass Band Düren“ und die „Brass für Spass“ sorgten im Haus der Stadt für ein brillantes Konzert. Foto: bel

Düren. Wer beim Jahreskonzert der „Brass Band“ im Haus der Stadt den Bandnachwuchs „Brass für Spaß“ erlebte, brauchte sich keine Sorgen um den Fortbestand in Sachen „Brass Band“ zu machen. Unterstützt von älteren Kolleginnen und Kollegen absolvierten die Kinder und Jugendlichen ein fetziges Programm voller Leben und Engagement.

„Super Hits of the 90‘s“, ein Medley mit verschiedenen Evergreens aus dem vergangenen Jahrhundert, ließen die technische Klasse der jungen Leute aufblitzen. Zum Einstimmen in das Gesamtkonzert spielten sie „Shalom“ von Philip Sparke und einen Liedercocktail „Brillant Beatles“, arrangiert von Peter Kleine Schaars.

In „Shalom“ setzt sich Sparke mit jüdischer Musik auseinander. Dem Hörer bringt er musikalisch jüdische Feste und Traditionen nahe. „All you need is Love“, „Let it be“, wer kennt sie nicht die unvergesslichen Songs der Beatles, bis heute noch Ohrwürmer für viele Generationen. „Brass für Spaß“ brachte sie gekonnt rüber, meisterte sie mit Klangtreue und Einfühlungsvermögen.

Phönix aus der Asche

Die „Brass Band“, ebenfalls von Martin Schädlich geleitet, startete mit Peter Grahams „Phönix“, ein Stück aus „World of War“. Die Instrumente malen dramatische Ereignisse, stiften Verwirrung und Zerstörung. Doch „die Hoffnung stirbt zuletzt“. Phönix steht aus der Asche auf, ein Vorgang, der seit vielen Jahrhunderten immer wieder Menschen aus der Katastrophe auferstehen lässt.

Viele Musiker lieben es, andere mögen es weniger, so erzählte es Friederike Schädlich in ihrer Moderation: Frank Ericksons „Air for Band“. Auch der Mann mit dem Dirigierstöckchen, Martin Schädlich, liebt sie, die kleinen Details, die einige Musiker auf die Palme bringen, andere wieder in meditative Ruhe versetzen. Im Haus der Stadt genossen die Hörer das Werk mit seinen vorsichtigen Crescendi und dem gewaltigen Finale.

Und noch einmal Philip Sparke mit der Komposition „Evolution“. Der Komponist entführt seine Hörer in fernöstliche Landschaften, erschließt mit teils fremdartigen Melodien und Tonfolgen fremde Welten. „March of the Cobblers“, ein Marsch von Barrat & Edrich, wahrte die Tradition von Blechbläsern, bei jedem Konzert zumindest einen Marsch zu präsentieren. Das „Concertante for Band“ von Stephan Bulla bewies, dass Brass Bands und andere Blasorchester durchaus symphonische Qualitäten haben. Punktgenaue Einsätze, geschmeidige Übergänge, dazu vier Posaunen, die etwas außerhalb des Orchesters stehend, mit den Musikern in einen spannenden Dialog eintreten, eine starke Inszenierung.

Auf dem Programm-Flyer stand „Karneval von Venedig“, geschrieben von Arban, einem Komponisten, der hohes technisches Können fordert. Kurzum, diese Fähigkeiten lieferten vier junge Kornettisten in virtuosen, brillanten Soli. Ihre Namen: Steffen Hillinger, Jonas Breuer, Niklas Höpfner und das „Nesthäkchen“ Marco Grasso. Beifall nach jedem Solo wie in einem Popkonzert, Klatschen alleine genügte nicht.

Da mussten lautstarke Töne her. Eine unglaubliche Folge von Trillern dominierte das Werk. „Let's face the Music and dance“ von Irving Berlin und Golf Richards sowie Peter Grahams „Windows of the World“, Werke, die mit Big-Band-Sound und Melodien aus Filmmusiken den Gästen im Haus der Stadt Stoff zum Nachdenken mit auf den Nachhauseweg gaben. Besonders in der letzten Komposition zeigte Graham eine Erde, die im Laufe der Zeit kleiner geworden ist, globalisiert, eine Welt, in der Abschottung zerstörerisch wirkt.

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