Brandenberg: Hauptwasserleitung soll komplett erneuert werden

Von: Carsten Rose
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Schattenseite von Brandenberg: Ortsvorsteher Harald Weirauch (l.) und Vorgänger Rainer Polzenberg schauen auf einen Flickenteppich. Foto: cro

Brandenberg. Wenn alles nach Plan läuft, haben die Anwohner in Brandenberg dieses Jahr eine Sorge weniger: Ab März sollen die Rohre der Hauptwasserleitung im Hürtgenwalder Ortsteil ersetzt werden, damit keine weiteren Schäden auftreten. Das teilte das Wasserwerk Perlenbach auf Anfrage mit.

In den vergangenen sieben Jahren ist die Hauptwasserleitung an 15 Stellen gebrochen – an vier verschiedenen Stellen alleine im vergangenen Dezember. Für den Brandenberger Ortsvorsteher Harald Weirauch und seinen Vorgänger Rainer Polzenberg (beide SPD) war spätestens dann klar: Die alte Faserzementleitung muss auf der gesamten Länge der Brandenberger Straße schleunigst durch Kunststoffleitungen ersetzt werden, um weitere Schäden unter der Ortshauptstraße zu verhindern.

„Die Stimmung im Ort ist bei dem Thema schlecht“, sagten beide Ende 2016. Sie wollten jedoch, wie sie betonten, keine Kritik am Wasserwerk äußern, denn alle Schäden wurden schnell repariert. Sie wollen nur, dass nach den vier Fällen im Dezember nachhaltig gehandelt wird.

200 Meter der Hauptwasserleitung vom Aachener Weg bis auf die L11 (Nideggener Straße) wurden im Frühjahr 2013 nach den ersten fünf Schäden bereits ausgetauscht. Die Leitungen aus den 1950er Jahren sind mehrfach gebrochen, nachdem im Dezember 2009 die Asphaltdecke der Brandenberger Straße von einer Tiefbaufirma erneuert und mit einer Rüttelwalze verdichtet wurde – das hat die Leitung nicht ausgehalten.

Wie das Wasserwerk am Mittwoch mitteilte, habe man nicht wissen können, dass diese Arbeiten zu Schäden führen könnten, da man im Vorfeld keine Erfahrung mit Brüchen an dieser Art Leitung gemacht hatte. „Jetzt sind wir gezwungen zu handeln, auch wenn die Maßnahme nicht im Haushalt vorgesehen ist“, hieß es seitens des Unternehmens.

Der Austausch der restlichen Rohre auf einer Länge von 850 Metern innerorts soll etwa 400.000 bis 500.000 Euro kosten. Zum Vergleich: In einem Jahr stemme das Unternehmen nach eigenen Angaben Projekte mit einem Gesamtvolumen von 2,6 Millionen bis drei Millionen Euro.

Die endgültige Summe hänge von der Analyse der gut 75 Hausanschlüsse ab, außerdem würde die erwähnte neue Oberfläche die Arbeiten aufwendiger machen. Die Anwohner an der Brandenberger Straße müssten nun gewährleisten, dass eine Mauerdurchführung an der Einführungsstelle des Anschlusses vorliegt.

Die offizielle Bezeichnung PE 100-RC der Kunststoffleitung, die bald verlegt werden soll, kann den Brandenbergern Hoffnung machen, dass die Hauptwasserleitung anschließend nicht weiter für Probleme sorgt. RC ist die Abkürzung für „resistant to crack“, was auf Deutsch heißt: bruchfest.

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