Birkesdorf - Box-Landesmeisterschaft: „Mal eben“ die NRW-Kämpfe organisiert

Box-Landesmeisterschaft: „Mal eben“ die NRW-Kämpfe organisiert

Von: Kevin Teichmann
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Große und kleine Boxer: Trainer Ernst Müller, U 17-NRW-Meister Rasul Hamad, Trainer Kardo Khaled, Trainer Metin Sayilir (h.v.l.) und Mustafa Hamad und Nauros Khaled (v.v.l.). Othman Hamad fehlt. Foto: Teichmann

Birkesdorf. Kurzfristiger geht es eigentlich gar nicht mehr. Am 3. März griff Herbert Birka, Präsident des Mittelrheinischen Amateur-Box-Verbandes (MABV), zum Hörer. Er wählte die Dürener Vorwahl und dann die Telefonnummer von Ernst und Yvonne Müller. Sein Anliegen? Ein ernstes.

Birka fragte Ernst Müller, die Dürener Box-Legende, ob er mit seinem Verein Boxring 55 kurzfristig die U 15-NRW-Meisterschaften in der Schüler-Gewichtsklasse am Samstag und Sonntag, 18. und 19. März, ausrichten könne. „Da muss man so einige Bestimmungen für erfüllen“, erklärt Yvonne Müller – die so etwas wie die gute Seele des Vereins ist.

„Ein Arzt muss vor Ort sein, die Bedingungen der Hallennutzung und die Hallennutzungszeit müssen abgeklärt werden, die Mitglieder müssen eingeladen werden, Veranstaltungsplakate konzipiert und gedruckt werden, und Getränke und Essen muss auch noch organisiert werden“, zählt Yvonne Müller den Organisationsapparat auf. „Das war schon ein wenig stressig, aber wir haben es geschafft“, sagt sie erleichtert.

Zwei Dürener Meister

Am 10. März konnten die Müllers Herbert Birka die Zusage geben. Kurz bevor Ernst Müller mit seinen Schützlingen nach Gütersloh aufbrach. Denn dort fand am vergangenen Wochenende die U 17-NRW-Meisterschaft statt. Die Reise sollte sich lohnen: Marcel Heeg (60-Kilogramm-Klasse) und Rasul Hamad (52-Kilogramm-Klasse) kehrten als Meister zurück.

Nun sind die Jüngsten der „55er“ gefordert: Der zehnjährige Mustafa Hamad (29,5-Kilogramm-Klasse), der elf Jahre alte Othman Hamad (32,5-Kilogramm-Klasse) und Nauros Khaled, ebenfalls elf Jahre alt (34-Kilogramm-Klasse), dürfen sich am Samstag ab 16 Uhr im Halbfinale in der Turnhalle der St.-Joachim-Grundschule (Laute-Dei-Straße 61) beweisen. Nauros weiß, dass er beim „Heimspiel“ leichte Vorteile hat: „Mein Gegner muss zwei Stunden fahren, ich nicht.“

Der Elfjährige hat bereits zwölf Kämpfe absolviert, trotzdem ist er noch ein wenig nervös: „Es werden bestimmt 200 oder mehr Zuschauer da sein. Ich bin etwas aufgeregt.“ Verständlich. Mustafa hat erst zwei Kämpfe bestritten – philosophiert aber schon wie die ganz Großen: „Wenn ich in den Ring gehe, habe ich nichts zu verlieren. Ich versuche mein Bestes zu geben. Dann kann ich es schaffen, NRW-Meister zu werden.“

Selbstverständlich habe er sich einige Tricks und Kniffe von seinem älteren Bruder Rasul abgeschaut: „Ich habe mit ihm ein bisschen Sparring gemacht und ein paar Sachen von ihm gelernt. Durch Rasul bin ich stark geworden.“ Gewinnen Müllers Schützlinge am Samstag, dürfen sie am Sonntag ab 10.30 Uhr im Finale um die NRW-Krone boxen. Der Eintritt kostet fünf Euro.

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