Düren - Bonifatius-Kita: Stadt soll halben Trägeranteil übernehmen

Bonifatius-Kita: Stadt soll halben Trägeranteil übernehmen

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In St. Bonifatius soll eine Kita integriert werden. Pfarrer Hans-Otto von Danwitz versucht die aufgeworfenen Fragen zum geplanten Umbau zu beantworten und die Bedenken zu zerstreuen. Foto: Abels

Düren. Nach den im Finanzausschuss von der CDU aufgeworfenen Fragen zum geplanten Umbau der Pfarrkirche St. Bonifatius in eine viergruppige Kita in Trägerschaft der Pfarre St. Lukas hat Pfarrer Hans-Otto von Danwitz reagiert.

In einem Schreiben an Bürgermeister Paul Larue versucht er, die Bedenken zu zerstreuen. Das Kirchenschiff soll in Zukunft als Mehrzweckraum genutzt werden, der als Indoor-Spielfläche vom Kindergarten genutzt werden kann, aber auch weiterhin für Gottesdienste zur Verfügung stehen soll. Zudem bleibe die Taufkapelle sakraler Raum, betont von Danwitz, in dem kleinere Gottesdienste stattfinden können.

Die Betriebskosten würden über den regulären Haushalt der Pfarre gedeckt. „Für weitere Bauunterhaltungskosten müssen wir eine Rücklage bilden, teils aus dem Haushalt der Kita, teils aus freien Mitteln der Pfarre“, erklärt von Danwitz. „Außerdem haben wir durch den Verkauf des Grundstücks neben der Kirche an das Kinderheim St. Josef eine gute Rücklage für die nächsten Jahrzehnte geschaffen.“

Allerdings macht von Danwitz darauf aufmerksam, dass die Pfarre nur den Trägeranteil für zwei der vier Kita-Gruppen übernehmen kann. Hintergrund ist die Vorgabe des Bistums Aachen, keine zusätzlichen Gruppen zu finanzieren, aber eine Übertragung von Trägeranteilen zu erlauben. Aus diesem Grund wird die Pfarre St. Lukas das Montessori-Kinderhaus schließen und die Trägeranteile der beiden dortigen Gruppen auf die neue Kita übertragen. „Der Trägeranteil der zwei weiteren Gruppen muss von der Stadt übernommen werden“, schreibt von Danwitz.

Im Finanzausschuss hatte Bürgermeister und Jugenddezernent Paul Larue (CDU) noch erklärt, die Pfarre würde die Trägerschaft übernehmen und sei daher auch alleine für die Betriebskosten verantwortlich. Jetzt soll die Stadt den Trägeranteil für zwei Gruppen übernehmen, ohne aber Träger zu sein. Das wäre ein Novum.

Zur Frage der Baukosten betont von Danwitz: Wenn die 1,7 Millionen Euro nicht überschritten werden dürfen, „dann müssen wir in unseren Planungen darauf eingehen und entsprechend dieser Höchstsumme den Bau verwirklichen“.

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