Düren-Derichsweiler - Bombenfund Derichsweiler: Ein Sprengkörper entschärft, einer kontrolliert gesprengt

Bombenfund Derichsweiler: Ein Sprengkörper entschärft, einer kontrolliert gesprengt

Von: Anne Welkener und Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:
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In 2,50 Meter Tiefe wurde die 125 Kilo schwere Standardbombe GP 250-lb aus den USA kontrolliert gesprengt. Foto: Welkener
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Ordnungsamt und Polizei sicherten das Gebiet ab. Foto: bugi
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In einem Umkreis von 300 Metern rund um die Ecke Kröngensgasse/Kreuzherrenstraße müssen Anwohner ihre Häuser verlassen. Foto: Google Maps
Bombe Derichsweiler
Beim Fund einer Bombe in Derichsweiler mussten 1200 Menschen evakuiert werden. Foto: Burkhard Giesen
Bombe Derichsweiler
Beim Fund einer Bombe in Derichsweiler mussten 1200 Menschen evakuiert werden. Foto: Burkhard Giesen

Düren-Derichsweiler. Ein übersichtliches Evakuierungsgebiet, Bürger, die sich an die Anweisungen der Sicherheitskräfte halten und mehrere Weltkriegsbomben auf einem Acker – für die Verantwortlichen vom Ordnungsamt Düren deutlich einfachere Rahmenbedingungen als beim Bombenfund im April mitten in der Dürener City.

Bei vorbereitenden Arbeiten für das Neubaugebiet in Derichsweiler war der Kampfmittelräumdienst auf mehrere Sprengkörper gestoßen und hatte umgehend das Ordnungsamt der Stadt informiert. 1200 Bürger mussten daraufhin in einem Radius von 300 Metern um den Fundort ab 13 Uhr ihre Wohnungen räumen.

In der zur Verfügung gestellten Turnhalle der Grundschule fanden sich nach Abschluss der ersten Evakuierungsphase vorwiegend ältere Menschen ein. Viele dürften auf der Arbeit oder im Urlaub gewesen sein, was auch Nicole Hartmann, Hausmeisterin der Schule, erleichterte: „Gott sei Dank sind gerade Ferien“, sagte sie. So waren es nur 20 Kinder im Offenen Ganztag, die ganz normal weiter betreut wurden.

Während die Polizei die einzelnen Straßen abriegelten und das Deutsche Rote Kreuz sich in der Turnhalle um die Anwohner kümmerte, flog ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera über den Ort, um sicherzustellen, dass auch wirklich alle Häuser in dem zu evakuierenden Bereich geräumt wurden.

Die Evakuierung lief problemlos, so dass um kurz nach 14.30 Uhr die Freigabe aus dem Feuerwehrgerätehaus, das als Einsatzzentrale diente, gegeben werden konnte. Daraufhin schritt wenige hundert Meter entfernt Fritz Pütz zur Tat. Der Feuerwerker der Bezirksregierung entschärfte eine kleinere Bombe. Die größere Bombe war 125 Kilo schwer, 80 Zentimeter lang und hatte einen Durchmesser von 28 Zentimetern.

Sie wurde 2,50 Meter tief in der Erde verbuddelt und dort kontrolliert gesprengt. Neben den beiden Bomben konnten die Spezialisten auch vier sogenannte Zerscheller sicherstellen. Dabei handelt es sich um Bomben, die nicht detonierten, aber geplatzt sind, so dass in dem Feld in Derichsweiler große Splitter, teilweise mit Sprengstoff-anhaftungen, gefunden wurden. Diese werden nun im Zerlegungsbetrieb des Landes thermisch behandelt.

Mit Blick auf die Entschärfung und die Sprengung sprach Pütz von einem „normalen Einsatz“. Das Subunternehmen, das bei Arbeiten auf dem Feld auf die Bomben aufmerksam wurde, wird auch weiter vor Ort Arbeiten durchführen, aber Pütz sagte: „Ich gehe davon aus, dass die Bomben jetzt weg sind.“ Um 15.15 Uhr gab es Entwarnung, und die Derichsweiler konnten zurück in ihre Häuser.

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