„Boelcke“-Soldaten werden baltische NATO-Grenze überwachen

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Der „Boelcke“-Kommodore Oberstleutnant Stefan Kleinheyer. Foto: Abels

Nörvenich. Luftraumüberwachung gehört für die Piloten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“ seit Jahren zum Tagesgeschäft. Immer wieder sichern sie von Nörvenich, vor allem aber vom Standort Wittmund an der Nordsee aus den deutschen Luftraum. Ab September aber wartet eine neue Aufgabe auf das Geschwader.

Wie der Kommodore, Oberstleutnant Stefan Kleinheyer, beim traditionellen Maiempfang des Verbandes mitteilte, werden 130 Soldaten aus Nörvenich von September bis zum Jahresende nach Estland verlegt. „Unsere Aufgabe wird es sein, vor Ort an den Außengrenzen der NATO die Präsenz zu erhöhen, einen weiterhin scharfen Blick auf die russischen Aktivitäten zu halten und unsern baltischen Partnern Sicherheit zu geben und ihnen unsere Solidarität zuzusichern.“

Obwohl das Geschwader in dieser Zeit von Wittmund aus auch den deutschen Luftraum überwachen muss, wird es noch Flugbetrieb in Nörvenich geben, kündigte der Kommodore an. Über den Umfang machte er allerdings noch keine Aussagen. Ab dem 17. Juni wird das „Boelcke“-Team die Luftraumsicherung wieder für knapp sechs Wochen lang von Nörvenich aus übernehmen. „Für unseren täglichen Flugbetrieb bedeutet dies eine zeitweilige Steigerung um rund 25 Prozent“, unterstrich Kleinheyer. Allerdings machte er auch deutlich, dass es insgesamt bei den für 2014 angekündigten 3000 Flugstunden in Nörvenich bleiben werde. Zu Tornadozeiten waren es mehr als doppelt so viele.

Im kommenden Jahr wartet wieder einmal eine einschneidende Veränderung auf das Geschwader. Der seit 2013 zum Nörvenicher Verband gehörende Standort Wittmund wird am 1. Juli 2016 wieder zu einem eigenständigen Geschwader aufgewertet. Hintergrund sei die Entscheidung der Bundesverteidigungsministerin, die Eurofighter-Ausbildung in Rostock-Laage zu belassen und nicht auf den Luftwaffenstützpunkt Holloman in den USA zu verlegen. Die für die USA vorgesehen Eurofighter werden daher auf die vier deutschen Standorte verteilt. In Nörvenich sollen einmal 31 der hochmodernen Kampfflugzeuge stationiert sein. Derzeit verfügt das Geschwader auf dem Papier über 28 Flugzeuge, von denen aber nur 22 einsatzbereit sind – 13 in Nörvenich, neun in Wittmund.

Aktuell bereitet sich das „Boelcke“-Team auf den „Tag der Luftwaffe“ am Samstag, 13. Juni, vor, an dem rund 40.000 Besucher in Nörvenich erwartet werden. Verschiedenste Flugzeuge, aber auch der Leopard-2-Panzer und die Panzerhaubitze 2000 des Heeres werden ausgestellt. „Wir werden an diesem Tag keinen Flugbetrieb durchführen, sondern uns darauf konzentrieren, die Vielfalt der Tätigkeitsfelder unserer Soldaten und zivilen Angestellten nicht nur theoretisch, sondern vor allem auch praktisch zu zeigen“, betonte Kleinheyer.

„Vom Piloten über den Feuerwehrmann, den Flugzeugtechniker, den Flugsicherungsoffizier, den IT-Spezialisten, den Arzt bis zur Koch-Nationalmannschaft stellen wir die unterschiedlichen Berufe vor, die sich hinter dem Arbeitgeber Bundeswehr verbergen. Details werden in der kommenden Woche bekanntgegeben.

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