„Boelcke“ öffnet den Schlagbaum zur „Eurofighter-City“

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Im Mittelpunkt der 2. Etappe der DZ-Sommertour steht auf dem Fliegerhorst Nörvenich der Eurofighter. Foto: Abels

Nörvenich. Die Beschleunigung ist atemberaubend. Kaum haben die Piloten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“ die Startfreigabe erhalten, sind sie mit ihren Eurofightern auch schon in der Luft. Auf der 2. Etappe der DZ-Sommertour zeigt das Traditionsgeschwader das modernste Kampfflugzeug der Luftwaffe

Selbst ohne Nachbrenner haben die beiden kraftvollen Triebwerke des modernsten Kampfflugzeugs der Luftwaffe keine Mühe, die je nach Bewaffnung bis zu 23,5 Tonnen Gewicht des Eurofighters nach 700 bis 800 Metern auf die Startgeschwindigkeit von 325 Stundenkilometern zu beschleunigen.

Die zwei Triebwerke liefern bis zu 180 Kilonewton Schub, vergleichbar etwa einer Motorleistung von 94.000 PS. Diese ungeheure Leistung ermöglicht den Piloten einen Steigflug im 90 Grad Winkel – einfach nur senkrecht nach oben, dem Nichts entgegen. „Die maximale Steigleistung liegt bei 315 Metern pro Sekunde“, erklärt Oberstabsfeldwebel Thomas Hohlbein, der auf der 2. Etappe der DZ-Sommertor am Dienstag, 19. Juli, für 25 Leser den Schlagbaum zur „Eurofighter-City“ auf dem Fliegerhorst Nörvenich öffnen wird.

Nach einem kurzen Vortrag zur Geschichte des traditionsreichen „Boelcke“-Geschwaders und zum Auftrag der Soldaten, die im Juli wieder einmal von Nörvenich aus den deutschen Luftraum sichern, steht der Eurofighter im Mittelpunkt der dreieinhalbstündigen Führung.

Mit einem Mitglied der Wartungs- und Waffenstaffel wird Thomas Hohlbein den „Fliegenden Hightech-Computer“ aus allernächster Nähe vorstellen. Wer schon immer einmal Details zur Bewaffnung, zur Leistungsfähigkeit der Triebwerke oder beispielsweise zur Luftbetankung und der Funktion des Schleudersitzes erfahren will, kommt mit Sicherheit auf seine Kosten, Nachfragen ausdrücklich erwünscht.

Und geplant ist natürlich auch, den Kampfjet, der binnen 25 Minuten die Nordsee und in 35 Minuten die polnische Grenze erreichen kann, einmal bei einem Start oder einer Landung live in Aktion zu erleben.

Nicht fehlen darf eine Fahrt über den Fliegerhorst, in den die Bundeswehr in den vergangenen Jahren im Zuge der Eurofighter-Einführung mehr als 150 Millionen Euro investiert hat. Entstanden sind eine ganze Reihe moderne Einrichtungen, vom Simulatorgebäude bis zur neuen Instandsetzungshalle der Kampfflugzeuge, Und auch eine Besichtigung der militärhistorischen Sammlung steht auf dem Programm, in der unter anderem Uniformen, Abzeichen und Dokumente, aber auch ein Schleudersitz und ein Tornado-Cockpit zu sehen sind.

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