Blutspendetermine: DRK sucht Helfer

Von: Stephan Johnen
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Helfer gesucht: Auch rund um den „medizinischen Teil“ einer Blutspende gibt es viel zu tun. Beim Deutschen Roten Kreuz übernehmen Ehrenamtliche diese Aufgaben. Foto: Stephan Johnen
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Willi Falter, Marlies Schoenen und DRK-Geschäftsführer Uwe Möcker (von links) sind auf der Suche nach weiteren Helfern. Foto: Stephan Johnen

Düren. Drei Stunden vor dem eigentlichen Blutspendetermin beginnt die Arbeit. Dann sind die Teamleiter Marlies Schoenen aus Schlich und Willi Falter aus Schmidt mit anderen ehrenamtlichen Helfern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) schon unterwegs, um alles vorzubereiten.

Sie schmieren Brötchen zur Stärkung der Spender, kochen Kaffee, stellen Tische und Stühle auf. Je Termin sind etwa fünf bis sieben Helfer notwendig, damit alles reibungslos läuft. Von der Begrüßung und Anmeldung bis zur Verabschiedung der Spender und dem anschließenden großen Reinemachen sind Freiwillige im Einsatz. Um dieser Aufgabe auch in Zukunft gerecht zu werden, ist das DRK auf Unterstützung angewiesen. Auf frisches Blut sozusagen.

Etwa 80 freiwillige Helfer gibt es derzeit im Dürener Südkreis, mehrere Teams decken alle Städte und Gemeinden ab. Doch an manchen Blutspendeterminen wird es schon einmal eng, müssen Helfer aus „benachbarten“ Gruppen einspringen. „Besonders in der Stadt Düren können wir zusätzliche Unterstützung gut vertragen“, rührt Uwe Möcker, geschäftsführender DRK-Vorstand, die Werbetrommel.

Doch was kommt auf die ehrenamtlichen Helfer zu? Alles, was sozusagen zum medizinischen Bereich der Blutspende gehört, übernehmen die hauptamtlichen Mitarbeiter des DRK-Blutspendedienstes West, die jeweils mit einer eigenen Arbeitsgruppe zu den Terminen anrücken. „Wir machen das Paket komplett“, erklärt Willi Falter. Die ehrenamtlichen Teams kümmern sich um Getränke und Speisen, bereiten die Räume vor, in denen der Blutspendetermin stattfindet, und sie sind Ansprechpartner für alle Spender vor Ort. „Empathie sollte jeder mitbringen, ebenso Spaß an der Gesellschaft von Menschen“, sagt Marlies Schoenen. Und auch Ausdauer ist gefragt, denn mancher Blutspendetermin kann mit Vor- und Nachbereitung auch einmal mehr als zehn Stunden dauern.

„Wir können aber sehr flexibel planen“, fügt Willi Falter hinzu. Wer generell nur einige Stunden Zeit im Monat hat, ist ebenso willkommen wie Menschen, die beispielsweise nur in den Morgen- oder in den Abendstunden aushelfen können. „Wichtig ist nur, dass wir alle Helfer so über den Tag verteilen können, dass immer genug Personen vor Ort sind“, erläutert Marlies Schoenen.

Die 57-Jährige ist wie ihr gleichaltriger Kollege aus Schmidt schon seit vielen Jahren ehrenamtlich für das DRK im Einsatz. „Wir sind mit Herz und Blut bei der Sache“, sagt Marlies Schoenen und lacht. Willi Falter ist „mehr oder weniger überredet worden“, als junger Mann eine Blutspende abzugeben. Doch schnell war er regelmäßig als Spender bei Terminen dabei. Helfer wurde er, „weil man damit damals die Bundeswehr umgehen konnte“, berichtet er augenzwinkernd. Doch auch nach den obligatorischen zehn Jahren Freiwilligendienst blieb er bei der Stange.

Gut möglich, dass es an den Kochkünsten von Marlies Schoenen liegt, die zu jedem Blutspendetermin große Schüsseln mit selbstgekochten Nachspeisen mitbringt. Ihr „Mars-Pudding“ soll dem Vernehmen nach bereits im ganzen DRK-Kreisverband bekannt und gefragt sein. „Jedes Team hat seine eigenen Spezialitäten, die Rezepte machen schnell die Runde“, erklärt sie.

Doch die Teams stehen vor zwei Problemen: Die Helfer werden älter – und der Nachwuchs lässt sich zahlenmäßig nicht so blicken wie nötig, um alle Lücken zu füllen. Gute Erfahrungen haben Willi Falter und Marlies Schoenen bereits mit dem Einsatz des Jugendrotkreuzes gemacht. DRK-Geschäftsführer Uwe Möcker setzt nun auf Öffentlichkeitsarbeit. „Ich bin davon überzeugt, dass sich viele Menschen gerne ehrenamtlich einbringen möchten. Sie müssen nur wissen, wo Hilfe gebraucht wird“, sagt er. Helfende Hände seien jederzeit willkommen.

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