Blutiger Streit vor Gericht: Axt als Tatwaffe?

Von: hp
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Düren. Ziemlich blutig endete eine Auseinandersetzung im oder vor einem Haus an der Rurstraße am 24. Oktober 2013. Damals wurde ein 28-jähriger Mann aus Düren schwer verletzt. Von einem „gefährlichen Werkzeug“ getroffen, trug er eine klaffende und stark blutende Wunde am Schienbein davon. Tatwaffe war nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft eine Axt.

Als Angeklagter hat sich seit Freitag ein 24-Jähriger aus Düren vor dem Schöffengericht zu verantworten. Ihm wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Außerdem soll er wenige Wochen später, am 5. November, ein Auto gefahren haben, ohne die nötige Fahrerlaubnis zu besitzen. Im Verlauf einer Verkehrskontrolle habe es eine Auseinandersetzung mit der Polizei gegeben. Mit Faustschlägen sei laut Anklage der Polizist verletzt und dessen Brille beschädigt worden.

Der erste Tag der Hauptverhandlung zog sich relativ zäh dahin. Allein die Vernehmung des Hauptbelastungszeugen, eines 28 Jahre alten Mannes aus Düren, dauerte mit Unterbrechungen nach diversen Verfahrensanträgen über drei Stunden. Der Geschädigte schilderte, er sei an jenem Abend im Hausflur von drei Männern, von denen er nur einen kenne, bedrängt worden, „etwas zu klären“. Nach einigen Schlägen sei das Trio verschwunden.

Etwa 15 Minuten später sei dann ein vermutlich mit vier Personen besetztes Auto vor dem Haus vorgefahren. Als der 28-Jährige das Haus verlassen wollte, um nach seinem Bruder auf der Straße zu sehen, habe er einen Schlag am Schienbein bemerkt und links neben sich den Angeklagten gesehen. Als er zurück ins Haus lief, sei er auf der Blutspur ausgerutscht. Nachbarn hätten ihm geholfen, die Wunde zu verbinden, ehe er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde.

Der Verteidiger des Angeklagten sprach unumwunden aus, dass er von dieser Aussage des Geschädigten nicht viel hält. Mit ungezählten Fragen legte er immer wieder nach und kam zu dem Ergebnis, dass im weiteren Verlauf der Befragung vier weitere Zeugen genannt wurden, die Licht in das Dunkel bringen können.

Zu fortgeschrittener Zeit meinte der Vorsitzende Richter Peter Lüttgen: „Wir wissen nicht, was noch kommt.“ Der Anwalt deutet an, dass mit weiteren Überraschungen zu rechnen sei. Der Prozess geht am Freitag, 7. Februar, um 12.30 Uhr im Saal 1.07 weiter.

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