Blitzeis: Weiter Vorsicht angesagt!

Von: red/dapd
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Glatteis
Bei Glatteis muss gekehrt werden, da lassen die Gerichte keinen Zweifel. Foto: ddp

Region. Durch heftigen Regen ist es in den Abend- und Nachtstunden in der Region zu heftigem Blitzeis und extrem glatten Straßen gekommen.

In Aachen kam es am Abend zu 22 Unfällen, bei denen zwei Menschen verletzt wurden. Der Boxgraben wurde zwischenzeitlich gesperrt, und am Ronheider Berg hing ein Bus fest.

Durch das Blitzeis hatte auch die Polizei nach eigenem Bekunden ihre liebe Mühe und Not. Am Abend betätigte sich die Aachener Feuerwehr einmal mehr als Freund und Helfer und zog einen Streifenwagen vom glatten Parkett. Nach einer Unfallaufnahme waren die Polizisten mit ihrem Wagen aufgrund einer spiegelglatten Fahrbahn nicht mehr vom Fleck gekommen.

Einen skurrilen Moment hatten Aachener Ordnungshüter, als sie einen Autofahrer aus Norddeutschland anhielten. Der Mann hieß Herr Sommer... und war auf gleichnamigen Reifen unterwegs. Kostenpunkt: 40 Euro Bußgeld.

Nicht nur Autos betroffen: Auch Fußgänger rutschten

Regionsweit kam es zu Behinderungen - auf Straßen, besonders an Steigungen, aber auch für Fußgänger.

Auch im Kreis Heinsberg ist es in der Nacht zu Blitzeis-Unfällen gekommen - wieviele es waren, konnte die Polizei am Morgen noch nicht mitteilen. Die Lage sei aber recht glimpflich verlaufen, sagte ein Polizist der Heinsberger Leistelle.

Im Kreis Düren gestaltete sich der Abend und die Nacht deutlich ruhiger. Allerdings kam es auch dort zu einem vermutlich glatteisbedingten Unfall: Bei Merzenich wurden gegen 21.40 Uhr drei Menschen verletzt. Eine 51 Jahre alte Frau aus Kerpen verlor in einer Linkskurve die Bodenhaftung - sie war auf Sommerreifen unterwegs, der Boden aber vereist und schneebedeckt. Bei dem Unfall wurden die Frau und ihre beiden Mitfahrer verletzt, als sie mit einem geparkten Auto zusammenstießen. Eine Mitfahrerin musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden.

Kein Wetterphänomen, sondern schlicht Pech

Die Erklärung für das heftige Glatteis lieferte die Aachener Wetterwarte: Das sei kein Wetterphänomen, sondern einfach Pech. Nach tagelangen Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt hatte es am Dienstagabend ab etwa 21 Uhr plötzlich wie aus Kübeln geschüttet. Auf dem kalten Boden gefror der Regen dann mehr oder weniger sofort. „ Wäre das im Berufsverkehr passiert, hätte es wohl katastrophal ausgesehen”, so die Einschätzung der Experten.

Entspannung, aber: Vorsicht im morgendlichen Berufsverkehr!

Allerdings entspannte sich die Lage in der zweiten Nachthälfte und am Mittwochmorgen durch ansteigende Temperaturen. Die Polizei rät jedoch weiterhin zu extremer Vorsicht. „Zumindest die Hauptstraßen dürften jetzt gestreut sein”, sagte die Aachener Polizei-Leiststelle am Morgen, rät aber zu äußerster Vorsicht im Berufsverkehr.

Glatte Straßen haben in ganz Nordrhein-Westfalen in der Nacht zum Mittwoch für zahlreiche Unfälle gesorgt. Nach Angaben der Landesleitstelle in Duisburg kam es zwischen Dienstagabend 20.00 Uhr und Mittwochmorgen 4.00 Uhr zu rund 490 Unfällen. Dabei wurden 12 Menschen schwer und 58 Menschen leicht verletzt. Meist blieb es aber bei Blechschäden. Die Landesleitstelle schätzt den Sachschaden für den angegebenen Zeitraum auf insgesamt 2,2 Millionen Euro.
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