Bleifüße gegen versierte Taktik

Von: Christoph Hahn
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Gleich geht es los: Die Nachwuchsfahrer konnten den Start kaum abwarten. Foto: Christoph Hahn

Birkesdorf. Wer irgendwann ein großer Rennfahrer werden will, der muss sich erst einmal am Steuer eines Karts erproben. So ging es einst Michael Schumacher aus Kerpen, als der noch nicht als Schumi in aller Munde war. Und so geht es - möglicherweise den rund 90 Mädchen und Jungen im Alter zwischen acht und 18 Jahren, die in Birkesdorf im Kampf um den ADAC-Jugend-Kart-Slalom-Pokal antraten.

Wesentlich für den Erfolg des von Teilnehmern aus ganz Nordrhein-Westfalen war das Team des Dürener Motorsport-Clubs um Geschäftsführer Herbert Koep und Jugendwart Alfred Schmitz, das nicht nur für einen Parcours voller Herausforderungen im Speziellen, sondern auch für den reibungslosen Ablauf der gesamten Veranstaltung im Allgemeinen bestens gesorgt hatte.

Technische Finessen

Von den Grundvoraussetzungen ging es hier ganz anders als in den großen Kart-Arenen zu. Das eigene Fahrzeug mit seinen ganzen technischen Finessen konnten die jungen Fahrer, die fast ausnahmslos mit ihren Eltern nach Birkesdorf gekommen waren, gleich zu Hause lassen. Statt dessen gab es normierte ADAC-Karts, bei denen allerdings Aufpolsterungen an den Sitzen und Keile an den Pedalen für gleiche Chancen der kürzer Geratenen sorgten.

Ein Rennen war der Wettbewerb auf dem Anker-Parkplatz ebenso wenig. Statt dessen ging es, hierin dem Ski-Slalom nicht unähnlich, um einen ausgewogenen Mix von Tempo und Geschicklichkeit. Mit so genannten Pylonen hatten die Helfer einen Parcours abgesteckt, der nicht nur das dosierte Gasgeben, sondern auch die Fähigkeit, die kühnsten Drehungen und Wendungen ohne Umreißen der Markierungshütchen zu meistern, erforderte. Gas geben kann schließlich jeder. In Birkesdorf jedoch waren nicht Bleifüße, sondern versierte Taktiker gefragt.

Bestens bei den Trainings- und Wertungsläufen vertreten waren die Gastgeber vom DMC Düren, die mit 16 Jungen und Mädchen ein beträchtliches Teilnehmer-Kontingent stellten. Im Übrigen stellten die Ausrichter fest, dass nicht nur der Schumi-Effekt viele Teilnehmer zum Mitmachen angeregt.

Motorsport-Geschäftsführer Koep hat derweil einen weiteren Trend festgestellt: „Der Anteil der Mädchen steigt.” Die ersten Plätze der fünf Wertungsklassen werden allerdings ausschließlich von Jungen belegt - noch.

Nicht einen, sondern fünf Sieger gab es beim Wettbewerb um den ADAC-Jugendpokal für Kart-Fahrer auf dem Anker-Gelände in Birkesdorf. Im Einzelnen sind dies: Marco Barisic vom Motorsport-Club Eilendorf, Pascal Drewing (Nümbrecht), Philip Ley (Heiligenhaus), Nicolas Neufeld (Heiligenhaus) und Fabian Schneider aus Nümbrecht im Oberbergischen.
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