Düren - Blasmusiker begeistern mit Swing und Brass

Blasmusiker begeistern mit Swing und Brass

Von: Anke Holgersson
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Die Gruppe „Brass Band Düren“ beim Jahreskonzert im Haus der Stadt. Sie traten gemeinsam mit „Brass für Spass“ auf. Foto: Anke Holgersson

Düren. Gleich im Doppelpack spielte die „Brass Band Düren“ im Haus der Stadt ihr Jahreskonzert. Zum einen in der „Brass Band Düren“ – zum anderen in der „Brass für Spass“-Besetzung. Letztere wurde 2010 als Support („Vorband“ ) gegründet.

Die 1998 entstandene „Brass Band Düren“ ist eine der ältesten Brassbands Deutschlands mit klassisch englischer Besetzung.

27 Blechbläser und drei Schlagwerker umfasst die Gruppe, der sich Profi-Musiker, Musikstudenten und Amateure aus dem Kreisgebiet Düren, aus Aachen, Düsseldorf, Köln, Bonn und Belgien angeschlossen haben. Das englische Wort „Brass“ bedeutet Blech, oder – im Plural verwendet – Blechinstrumente. Die Geschichte der Brass Bands nahm in der Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Lauf.

Fast jede Kohle- oder Erzgrube hatte ein eigenes Ensemble. Man hatte Spaß am gemeinsamen Musizieren und glaubte damals außerdem, dass das Training der Atemorgane irgendwie gut sei, um Schädigungen der durch Kohlenstaub stark beanspruchten Lunge vorzubeugen. Daher existieren in England bis heute mehrere Tausend Brassbands, während es hierzulande nur sehr wenige gibt.

Das Ensemble „Brass für Spass“ eröffnete den Konzertabend. Unter der Leitung von Martin Schädlich spielten die Nachwuchsmusiker die vierteilige „Haslemere Suite“ des englischen Komponisten Peter Graham. Das 1998 entstandene Stück beschreibt – ganz im Sinne des Ursprungs der Brassmusik – zunächst den Alltag und die Arbeit in den Fabriken, dann die Kirche der Stadt und schließlich einen Tag auf dem Jahrmarkt. Die teilweise sehr jungen Musiker der Band nahmen das Publikum mit ihrem swingenden und gut gelaunten Zusammenspiel für sich ein. Dann übernahm die „Brass Band Düren“.

Bis Ende letzten Jahres dirigierte hier ebenfalls Martin Schädlich. Doch weil er kürzlich Vater geworden ist, hat er sich Erziehungsurlaub vom Dirigat genommen und beschränkt sich momentan darauf, das Ensemble als Kornett-Spieler zu unterstützen. So leitete Benedikt Blome den Konzertabend, der für die Brass Band mit dem Marsch „Le Tricot Rouge“ von Wilfred Heaton begann. Es folgten zwei Werke des Briten Philip Sparke, in denen die Zuhörer mit dominierenden Trompetenklängen nach Manhattan entführt wurden. Danach erklangen die „Saint-Saëns-Variations“ von Philip Sparke, die dieser in Verehrung für die Orgelsinfonien des französischen Musikers Charles Camille Saint-Saëns in ein Arrangement für Brass Bands verwandelt hatte.

Die vielfältigen musikalischen Herausforderungen des Abends meisterte die „Brass Band Düren“ mit Bravour. Sie arbeitete die Feinheiten der Musik begeisternd heraus, wandelte sicher zwischen weichen und eher martialischen Passagen, Getragenem und „Beswingtem“ und füllte den Raum mit ihrem glasklaren Spiel aus. Im zweiten Teil des Abends erklangen Werke von Dan Price und Malcolm Arnold. Der Abend endete schließlich mit Brass-Versionen von Beatles-Songs.

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