„Bismarck-Quartier“ wird architektonisches Leuchtturmprojekt

Von: Jörg Abels
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Der Blick aus dem Theodor-Heuss-Park auf das „Bismarck-Quartier“ – rechts das Vier-Sterne-Hotel, links Praxen und hochwertige Wohnungen mit vorgelagerter Wasserfläche. Foto: HPP
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Investor Georg Schmiedel und Projektmotor Wolfgang Spelthahn präsentierten die Pläne für das „Bismarck-Quartier“. Foto: Abels

Düren. Das Geheimnis ist gelüftet. Einen Monat nach Unterzeichnung der Kaufverträge für das Areal hat Landrat Wolfgang Spelthahn am Dienstag mit Hauptinvestor Georg Schmiedel und Vertretern des weltweit tätigen Architekturbüros Hentrich-Petschnigg & Partner aus Düsseldorf die Pläne für das ehemalige Stadthallen-Gelände enthüllt, das unter dem Titel „Bismarck-Quartier“ ein „neues architektonisches Zeitalter in Düren“ einläuten soll, wie Schmiedel selbstbewusst betont.

Der Geldgeber, der 80 Prozent der rund 45 bis 50 Millionen-Euro-Investition stemmt – 20 Prozent finanziert die Gesellschaft für Infrastrukturvermögen Kreis Düren (GiS) –, spricht von einem „Leuchtturmprojekt“ der Stadtentwicklung, das bis 2018 Realität werden soll. „Der Bauantrag soll Anfang des Jahres bei der Stadt gestellt werden“, kündigt Spelthahn an, der erste Spatenstich ist für das zweite Quartal 2016 geplant. Die Bauzeit wird mit 18 bis 20 Monaten kalkuliert.

Entstehen soll an der Bismarckstraße mit Eingang zur Moltkestraße ein sechsgeschossiges Vier-Sterne-Hotel mit 120 Zimmern. Angaben zum Betreiber will Schmiedel noch nicht machen. Er habe zwar einen Favoriten, noch aber will er angesichts des großen Interesses auch anderen Ketten noch die Möglichkeit geben, ein Angebot abzugeben. Wer das Rennen macht, soll in sechs bis acht Wochen feststehen. Der Hotelbetreiber wird auch das der GIS neben 1500 Quadratmeter Bürofläche gehörende Konferenzzentrum managen, das die Kapazität der in den Kreishäusern A, C und D wegfallenden Tagungsräume ersetzen wird.

Tagsüber werden die Räume, die einzeln oder als Ganzes mit Platz für bis zu 400 Personen zur Verfügung stehen werden, von der Kreisverwaltung genutzt, abends und an den Wochenenden können sie in Verbindung mit der Hotelgastronomie privat für Familienfeiern, von Vereinen oder für Tagungen angemietet werden. GIS-Geschäftsführer Peter Kaptain, der neun bis zehn Millionen Euro in die Hand nehmen muss, freut sich schon auf die zusätzlichen Mieteinnahmen.

Damit das Bismarck-Quartier mit Leben erfüllt wird, sind im aktuellen Stand der Planungen in einem viergeschossigen, L-förmigen Gebäudekomplex mit Front zum Theodor-Heuss-Park 32 hochwertige Wohnungen geplant, darunter vier Penthouse-Wohnungen in einem zusätzlichen Staffelgeschoss, die ebenso verkauft werden sollen wie die knapp 2500 Quadratmeter, die für Praxen und Gewerbe vorgesehen sind.

Die Aufteilung zwischen Wohn- und Gewerbeflächen ist noch nicht in Stein gemeißelt, sondern an der Nachfrage orientiert, erklärt Georg Schmiedel. „Je nach Bedarf können wir flexibel reagieren.“ Große Ausschläge in die eine oder andere Richtung aber schließt er aus, um die Funktionalität des Quartiers nicht zu gefährden. Die Vermarktung soll bereits in Kürze beginnen.

Zwischen dem Park, den der federführende Architekt Gerhard G. Feldmeyer als „Heiligtum“ bezeichnet, soll wie im Masterplan Innenstadt beschrieben eine großzügige Wasserfläche als Puffer zwischen Quartier und Grünanlage fungieren. Trotzdem soll das Quartier keine abgeschottete Insellage haben, sondern durchgängig sein, erklärt Feldmeyer. Für die Bewohner, Hotelgäste und Betreiber der Praxen wird darüber hinaus im Untergeschoss eine Tiefgarage mit 123 Stellplätzen geplant.

Welche Dimension der Komplex hat, wird am besten bei einem Vergleich mit dem von der Job-Com genutzten Kreishaus D deutlich. Das hat eine Bruttegeschossfläche von 7000 Quadratmetern, das neue „Bismarck-Quartier“ kommt auf mehr als 18.000 Quadratmeter.

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