Bismarck-Quartier: Im Spätsommer 2018 soll das Hotel öffnen

Von: Jörg Abels
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Zehn Mann, zehn Spaten: Macher, Ideengeber und die Investoren haben am Freitag den Startschuss für den Bau des Bismarck-Quartiers gegeben, das bis Spätsommer 2018 fertiggestellt sein soll. Foto: Abels
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Zehn Mann, zehn Spaten: Macher, Ideengeber und die Investoren haben am Freitag den Startschuss für den Bau des Bismarck-Quartiers gegeben, das bis Spätsommer 2018 fertiggestellt sein soll. Foto: Abels

Düren. „Verzögerungen wie beim Berliner Flughafen werden wir mit dem Bismarck-Quartier in Düren nicht erleben. Jedes Detail des 45-Millionen-Euro-Projekts ist im Vorfeld intensiv geprüft worden, alle Genehmigungen liegen vor“, versichert Hauptinvestor Georg Schmiedel, Geschäftsführer der F & S Projektentwicklung aus Euskirchen.

Weitere Verzögerungen auf Dürens meist diskutiertem Grundstück schließt er aus: „Ich freue mich nach der intensiven Vorbereitungszeit schon jetzt auf mein erstes Bier an der Bar des Hotels.“ Ein Getränk, das bereits im August/September 2018 gezapft werden soll. Maximal 18 Monate haben die Baufirmen Zeit, das Leuchtturmprojekt des Dürener Masterplans aus dem Boden zu stampfen. Das ist vertraglich fixiert. Gelingt dies nicht, wird eine Konventionalstrafe fällig.

Der Zeitplan für den Bau des Vier-Sterne-Hotels mit 120 Betten, das mindestens 20 Jahre lang von der Neuen Dorint-Gruppe aus Köln geführt wird, des Konferenzzentrums, das die kreiseigene Gesellschaft für Infrastrukturvermögen (GIS) errichten lässt, der Tiefgarage mit 116 Stellplätzen, der 29 Privatwohnungen und der 3000 Quadratmeter Gewerbefläche ist eng getaktet.

Nach dem feierlichen Spatenstich am Freitag soll schon in der kommenden Woche Bewegung auf das seit vielen Monaten brachliegende Gelände der ehemaligen Stadthalle kommen. Parallel zur Kampfmittelsondierung wird die Baustelle eingerichtet, in gut drei Wochen sollen die ersten Bagger anrollen. „Noch vor Beginn des Winters wird der Rohbau stehen“, kündigt Björn Schlun, Geschäftsführer der Gangelter Baufirma Schlun an, die mit der Aachener Firma Derichs & Konertz für den Bau verantwortlich zeichnet.

Der Tag des Spatenstiches ist ein Tag des Dankes, an dem sich die Macher gegenseitig auf die Schultern klopfen. Da wird Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) von Bürgermeister Paul Larue als „Spiritus Rector“ des Projekts gefeiert, während der so Gelobte den Dank an die Politiker in Stadt und Kreis zurückgibt, insbesondere aber die sehr fruchtbare Zusammenarbeit mit den Investoren und der Neuen Dorint Gmbh in den Vordergrund stellt. „Wenn sich die Politik bemüht und fachliche Ratschläge berücksichtigt, kann etwas Gutes entstehen“, betont Spelthahn.

Die unrühmliche Vorgeschichte der altehrwürdigen Stadthalle ist in diesem Moment kein Thema mehr. Von einer grünen Insel mit Großstadt-Flair, die im Herzen der Stadt entstehen wird, ist die Rede, da parallel im Zuge des Masterplans auch der Theodor-Heuss-Park umgestaltet wird; vom „Aufbruch in ein neues architektonisches Zeitalter für die Stadt“, wie es Schmiedel mit Blick auf den Entwurf des renommierten Düsseldorfer Büros HPP formuliert.

Während Spelthahn noch appelliert, dass der Erfolg des Projekts trotz vier positiver Gutachten entscheidend davon abhänge, dass die Dürener Unternehmen in Zukunft auch ihre Tagungen und möglichst viele Dürener im Hotel und Konferenzzentrum ihre Familienfeiern abhalten, ist Dorint-Geschäftsführer Olaf Mertens schon jetzt vom Erfolg felsenfest überzeugt: „Der Standort ist ideal. Ich weiß, dass das Hotelprojekt erfolgreich und gewinnbringend sein wird.“

Mertens kündigt neue Wege in der Gastronomie, aber auch bei der Gestaltung der Zimmer an. „Das Hotel wird zum Motor für die Entwicklung der Stadt“, ist er überzeugt. Dass die Privatwohnungen mit einem Quadratmeterpreis von 3300 Euro und die noch flexibel verfügbaren Gewerbeflächen genügend Käufer finden, davon ist Investor Georg Schmiedel angesichts der Lage ohnehin überzeugt.

Dorint wird auch das Konferenzzentrum des Kreises, das vier miteinander kombinierbare Räume für bis zu 400 Personen beinhalten wird, bewirtschaften. Mit der Verlagerung der Konferenzräume ins Bismarck-Quartier könnten im Kreishaus dringend benötigte Büros entstehen, gleichzeitig können die Räume nun „rund um die Uhr“ benutzt werden, betont Spelthahn. Ein Engagement, das sich der Kreis über die GIS 10,57 Millionen Euro kosten lässt, knapp ein Viertel der Gesamtinvestition.

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