Bis zum letzten Schritt spannend

Von: Lukas Weinberger
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Präsentierten in der Dürener Arena lateinamerikanischen Tanz der Spitzenklasse: Die Formationen der Bundesliga. Foto: Weinberger

Düren. Samba, Rumba, Cha-Cha-Cha oder Jive. Eine Aufforderung zu einem solchen Tanz kann schon mal schnell im Desaster enden - lateinamerikanisches Tanzen ist nun einmal nicht jedermanns Sache. Nicht so bei den Herren mit den adrett zurücktoupierten Haaren, die am Samstagabend über das Parkett in der Dürener Arena fegten.

Mit der schmucken Tanzpartnerin im Arm, demonstrierten diese Tänzer, wie es richtig geht. Die neun besten Lateinformationen Deutschlands waren zum abschließenden Bundesligaturnier in der Arena Kreis Düren zu Gast. Mit Roundabouts, bei denen sich Tänzer und Partnerin um die Fußspitze der Dame, die dabei in die Hocke geht, drehen oder Bodenwischern und Pirouetten wurde das Publikum verzückt.

Schon zum vierten Mal richtete die gastgebende Formationsgemeinschaft TSZ Aachen/ TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß ihr Turnier in Düren aus. Elke Eschweiler vom Tanzsportzentrum Aachen sagte: „Wir haben uns richtig in die Arena verliebt und werden sicherlich solange hierbleiben, bis es in Aachen eine ähnlich gute Halle gibt.”

Dass nicht nur die Veranstalter und auch die Tänzer gern nach Düren kommen, sondern auch die Besucher das Turnier gerne in der Arena haben, bewies der riesige Zuschauerandrang. Kaum ein Klappsitz in der Halle blieb leer. Und auch an den Geländern oberhalt der Sitzränge tummelten sich die Besucher.

Über diesen Andrang freute sich auch Turnierleiter Dr. Thomas Kokott, der das Turnier seit vielen Jahren leitet: „Sie hatten die Wahl zwischen Bohlens Deutschland sucht den Superstar und Raabs Wok-WM, aber nein, sie sind zu unserem Turnier gekommen”, scherzte er und erntete dafür schon vor Turnierbeginn viel Applaus. Das gesamte Turnier wurde musikalisch untermalt vom Instrumentalverein Eilendorf, der den Zuschauern ebenso wie die Formationen Tanzen, Singen und Klatschen entlockte.

Zum Sportlichen: In den vorherigen Jahren war stets alles entschieden gewesen vor dem letzten Turnier der Saison. In diesem Jahr war das anders: Wer darf als zweiter der Bundesliga mit zur Europameisterschaft? Wer muss absteigen? Fragen, die sich vor den Augen der Zuschauer in der Arena Kreis Düren klären sollten. Turniersieger in Düren und auch Meister in der Bundesliga wurde die Formation von Grün-Gold-Club Bremen A, die bereits mehrfahr deutscher, Europa- und Weltmeister war.

Der Ausrichter, FG Aachen-Düsseldorf, landete auf dem zweiten Turnierrang. Die Formation von Trainer Oliver Seefeldt, der schon Schauspielerin Wolke Hegenbarth in der RTL-Serie „Let´s dance” übers Parkett schob, belegt damit auch in der Abschlusstabelle den zweiten Rang und fährt daher mit zur Europameisterschaft, die am 7. Mai in Tyumen, Russland, stattfindet. Auf Rang drei in Düren landete das TSZ Velbert, das bis zum Dürener Turnier punktgleich mit der Formationsgemeinschaft war.

Die siebt- und achtplatzierten - und damit die beiden letzten - Formationen in Düren sind es auch, die in der kommenden Saison in der zweiten Bundesliga ihre Sporen neu verdienen müssen: TSG Backnang 1846 und der Aachener TSC Blau Silber.

So mancher begeisterte Zuschauer dürfte sich noch am Samstagabend überlegt haben, ob eine Auffrischung des eigenen Tanzvermögens nicht eine nette Investition wäre. Es muss ja nicht gleich bis zum Roundabout getrieben werden...
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