Bis Juni 2014 soll der „Masterplan Innenstadt“ stehen

Von: Stephan Johnen
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Futter für die Schublade? So mancher Plan und so manches Gutachten harren der Umsetzung. Foto: Johnen

Düren. Offene Baustellen gibt es in der Stadt genug. Dürens neuer Baudezernent Paul Zündorf bezeichnet sie als „städtebauliche Handlungsfelder“. Einige offene Baustellen benannte er während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am Dienstagabend im Dürener Burgau-Gymnasium.

Das Kuhgassen-Viertel, den Hoeschplatz, die Josef-Schregel-Straße, die Stürtzstraße, die ehemalige Stadthalle und den Theodor-Heuss-Park beispielsweise. Sie alle gelte es bei der Aufstellung des sogenannten „Masterplans Innenstadt“ zu berücksichtigen. Und Zündorf will am Tempo ziehen: Bis Juni 2014 soll dieses Strategiepapier der Stadtentwicklung fertig sein. „Es muss etwas geschehen“, betonte er.

An Plänen, Gutachten und Analysen mangelt es in Düren derzeit nicht. Das mittlerweile fast zehn Jahre alte „Handlungskonzept Innenstadt Düren“, besser bekannt als „Hamerla-Konzept“, wurde zum Teil abgearbeitet. Es dürfte noch in vielen Schreibtischschubladen liegen, in bester Gesellschaft mit dem Leitpapier „City 21“. Auch Parteien hatten mehrfach Ideen und Anregungen zu Papier gebracht.

Es gibt ein Vergnügungsstättenkonzept sowie ein Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Düren. Eine Wohnraumanalyse wurde jüngst auf den Weg gebracht. All dies weiß auch der Baudezernent. Und er will das vorhandene und bald neu zur Verfügung stehende Material nutzen, die einzelnen Mosaiksteine zusammensetzen. „Wir können nur ein integriertes Konzept erarbeiten“, sagt er. Will heißen: Wer nur isoliert an einer Baustelle arbeitet, wird kaum Stadtplanung betreiben. Einkaufen, Wohnen, Soziales, Gemeinwesenarbeit, Bildung und Soziales: alles gehört zusammen. Ein Plan der Pläne sozusagen.

Innenstadtforum am 20. März

Erster Aufschlag für diesen Entwicklungsprozess soll am kommenden Mittwoch, 20. März, um 19.30 Uhr im Innenstadtforum in der Fabrik für Kultur- und Stadtteil (ehemals Becker & Funck) sein. Dort sollen in Dialogform Handlungsfelder benannt und in Workshops bearbeitet werden.

Berater von zwei externen Planungsbüros werden als Zuhörer an der Sitzung teilnehmen und sich eifrig Notizen machen, aber nicht eingreifen. Im Nachgang sollen die Büros Programme und konkrete Vorschläge erarbeiten und bei der Stadt einreichen. Für ein Büro werde sich die Stadt dann entschließen und mit diesem eine Kooperation eingehen. „Das ist ein langwieriger Prozess, der auch einiges kostet“, sagte Zündorf. Aber ohne externe Begleitung sei der Weg kaum zu beschreiten.

In regen Austausch zwischen Innenstadtforum, Politik und Verwaltung soll der Masterplan entstehen. Immer wieder soll es aus dem Innenstadtforum eine Rückmeldung in den Fachausschuss des Stadtrates geben. Auch eine „breite Bürgerbeteiligung“, wie sie die SPD in ihrem „Leitbild-Antrag“ gefordert hatte, soll es bei diesem Prozess geben. „Die Dürener Innenstadt ist die Innenstadt aller Dürener“, betonte Paul Zündorf, dass auch die Bewohner der Stadtteile zu Wort kommen müssen. Auch die Belange dieser Viertel sollen eingearbeitet werden.

„Es bringt nichts, einen Plan zu haben und ihn dann nicht umzusetzen“, führte Zündorf weiter aus. Neben der Ausarbeitung konkreter Maßnahmen soll auch ein Kosten- und Finanzierungsplan integraler Bestandteil des Konzepts sein. So arbeite die Stadtverwaltung derzeit an einem Verlängerungsantrag für das in der Nordstadt laufende Erneuerungsprojekt „Soziale Stadt“. Auch gebe es noch weitere Fördertöpfe, die die Stadt Düren im kommenden Jahr anzapfen könne. Wenn die Anträge rechtzeitig gestellt werden und gut begründet sind.

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