Bioenergie-Chef kontert Kritk: „Gemeinde nicht überfordert“

Von: sj
Letzte Aktualisierung:
8137895.jpg
„Die Rohstofflieferanten vertrauen der Kommune“, ist Stefan Grießhaber überzeugt, dass die Gemeinde richtig gehandelt hat. Foto: Johnen

Kleinhau. „Dank der Übernahme der Verantwortung für die Biogasanlage durch die Gemeinde Hürtgenwald ist die Biogasanlage auf dem richtigen Weg“, weist Stefan Grießhaber, Geschäftsführer der Bioenergie Kleinhau GmbH und Allgemeiner Vertreter des Hürtgenwalder Bürgermeisters, die Kritik der FDP-Fraktion im Rat an wirtschaftlichen Betätigungen der Gemeinde zurück.

„In den bisherigen Stellungnahmen zur Situation der Bioenergie Kleinhau GmbH entsteht der Eindruck, dass die Gemeinde Hürtgenwald bei ihrer wirtschaftlichen Betätigung überfordert sein könnte. Genau das Gegenteil ist aber die Realität“, sagt Grießhaber.

Nach der Gesellschaftsgründung und dem Beginn der Bauarbeiten im Jahr 2011 hätten die Gesellschafter, darunter die gemeindeeigene Entwicklungs- und Dienstleistungsgsellschaft (GED), Fehlentwicklungen erkannt. „Die damalige Geschäftsführung wurde abberufen. Nur durch die Übernahme der Geschäftsführung und der Buchhaltung durch Bedienstete der Gemeinde und die sofortige Einschaltung des Wirtschaftsprüfers der Kommune konnte eine Insolvenz vermieden werden“, betont Grießhaber. In „langwieriger Kleinarbeit“ habe ein Überblick über die finanzielle Situation der Gesellschaft erarbeitet werden müssen.

Grießhaber: „Die Wichtigkeit des Fortbestehens der Anlage für die Kommune liegt dabei nicht allein in der Rolle als Minderheitsgesellschafter, sondern auch als Wärmeabnehmer für Schulzentrum, Rathaus und Bauhofhalle begründet.“ Um eine unabhängige Einschätzung der Lage zu erhalten, wurde ein Gutachter beauftragt, die Fortführungsaussichten zu beurteilen. „Mit den darin empfohlenen Maßnahmen, die die Gesellschafter nun umgesetzt haben, steht einer positiven Entwicklung nichts mehr im Wege“, findet Grießhaber.

Die FDP vermittle mit ihrer Stellungnahme den Eindruck, die Gesellschaft habe die Lage der Bioenergie gegenüber der Politik bis nach der Kommunalwahl verschwiegen. „Dem muss ich entschieden widersprechen“, sagt Grießhaber. Eine erste Erklärung zur wirtschaftlichen Situation habe er dem Gemeinderat in seiner Sitzung am 25. September 2012 gegeben, „danach immer wieder bei neuen Erkenntnissen“.

Der Aufsichtsrat der GED habe sich bereits eine Woche nach Vorlage des Sanierungsgutachtens in seiner Sitzung am 6. Mai 2014 mit dem Thema befasst. „Auch die Behauptung, der Rat habe über eine Kreditvergabe nicht entschieden, ist falsch.“ Der Rat hat der GED am 14. Juli 2011 zunächst einstimmig ein Darlehen über 154.000 Euro gewährt. Die Entscheidung der GED, der Bioenergie ein Darlehen zu gewähren, obliege der Gesellschafterversammlung. Die Umwandlung dieses Geldes in Eigenkapital bedeute keinen Verlust. Die Verzinsung werde aufgeschoben, bis die Gesellschaft schwarze Zahlen schreibt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert