Düren - Bill Mockridge macht die Bühne zum Beratungszimmer

Bill Mockridge macht die Bühne zum Beratungszimmer

Von: bel
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Bill Mockridge behauptet: „Lachen macht sexy.“ Foto: Elberfeld

Düren. Bill Mockridge – ein Markenzeichen in der Welt der Improvisation und der Comedy. Das zeigte er im Rahmen der SWD-Kommedy-Abende im „Komm“. „Lachen macht sexy!“, behauptete der Komödiant und lieferte Beispiele. Denn ein Mund, dessen Winkel aufwärts zeigen, demonstriere dem Gegenüber, dass man glücklich ist.

Ein entspanntes Lächeln produziert weniger Falten als ein angespanntes. „Wenn du deinen Rotwein nicht trinkst“, lautet ein Spruch, „dann schütten wir ihn über dich, dann kann er einziehen.“ Bill Mockridge hatte da im „Komm“ eine sanftere Methode: das Rotwein-Bad. Es könne zu einer Babyhaut führen, wer weiß. Oder die Nachfrage: Was passiert, wenn der Rotwein einzieht? Wird man davon betrunken?

Der Entertainer, seit Jahren schon aus der Lindenstraße bekannt, machte die Bühne zum Beratungszimmer. Mit unglaublicher Energie versuchte er, die Geheimnisse des Älterwerdens zu ergründen. Lachen mache sexy, gut, aber was ist mit Sex? Auch Sex mache jünger und lasse das Älterwerden vergessen. Denn Sex mache glücklich und zufrieden. Und ein zufriedener Mensch strahle nach innen und außen eben Glück aus.

Eine noch unbeantwortete Frage: Werden Menschen aufgrund der modernen Medizintechnik und durch die Genforschung irgendwann mal 1000 Jahre alt?

Bill Mockridge suchte für jedes Problem eine Lösung. Er kannte viele Antworten und teilte sie gerne mit. In Wort, Gestik und Mimik setzte der Schauspieler die Antworten in Szene. Unter dem Motto „Je oller, desto doller!“ lebe die Generation 50plus heute anders als ihre Vorfahren. „Alles fällt mir aus“, stellte Mockridge fest, „aber nichts mehr ein.“

Die älteren Herrschaften im begeisterten Publikum nickten dazu. Bill und seine Altersgenossen gehen über die Straße und kein weibliches Wesen schaut hinterher. Die abschätzend-prüfenden Blicke von Herrn in dunklen Anzügen, wahrscheinlich alle Bestatter, prägen sich den Spaziergängern jedoch ein.

Schon das Vorhaben, die eigenen Füße zu sichten, ohne dabei größeren Schaden anzurichten oder selbst zu nehmen, wird zum Problem.Mockridges Rezepte und Infusionen wurden von den vielen Menschen im Komm auf- und angenommen. Dabei erschien er einmal im Kleid der Wissenschaft, ein anderes Mal im Kleid der Philosophie, wie es gerade passte.

Doch Fragen blieben auch: Was ist Jugend? Was ist Alter? Und wer ist der Typ, der mich jeden Morgen im Spiegel anschaut?

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