Bilder von Maria Puschmann: Titel sind Interpretationshilfe

Von: heb
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Die Künstlerin Maria Puschmann (rechts) mit der Kuratorin Ina Schoeller, der Moderatorin Agathe Thiem und Geschäftsführer Hans Joachim Thiem (von rechts). Foto Hendrik Buch Foto: Hendrik Buch

Niederau. „Malerei ist für mich auch immer Therapie und Stressabbau, Freizeit, in der ich Gedanken male“, gibt Künstlerin Maria Puschmann bei der Eröffnung der Ausstellung ihrer Gemälde im Festsaal des Schenkel-Schoeller-Stifts einen Einblick in das Wesen ihrer Kunst. Mit großer Detailliebe hatte Stiftungs-Kuratorin Ina Schoeller die Künstlerin und deren Gemälde anmoderiert.

Eingebunden in den Adventsbrunch des Hauses lauschte ein gut gefüllter Festsaal den Ausführungen der beiden Frauen.

„Die Namen der Bilder sind oft wichtig“, verrät die Kuratorin, „sie werden Maria Puschmann meist erst über den Malprozess klar. Uns Betrachtern dienen sie später als wichtige Interpretationshilfe“. Entsprechend verraten auch schon die Titel der Bilder die Hauptthemen von Puschmanns Malerei: Die Werke „Im schönsten Wiesengrunde“ und „Mutter Erde“ vertreten beispielsweise das Thema Natur, „Pilgerstätten“ und „Bethlehem“ spiegeln den Glauben wider.

Zeitkritisch

Ihre Themen geht Puschmann zeitkritisch an. So hebt die engagierte Naturschützerin mit dem Werk „5 Minuten nach 12“ den Zeigefinger und warnt vor Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit. „Hauptsache mir geht es gut, was stören mich die anderen“, klagt sie über die Kurzsichtigkeit unserer Zeit. Da Malerei für Maria Puschmann mehr Therapie als Profession ist, stehen ihre Werke nicht zum Verkauf. Die Idee für die Ausstellung kam im Dialog mit dem Stift. Dort ist die Künstlerin schon seit vielen Jahren ehrenamtlich vor allem musikalisch tätig, arbeitet mit den Bewohnern, leitet den Chor des Hauses und gestaltet die Geburtstagskaffees.

Entsprechend galt der Dank an Maria Puschmann von Kuratorin Ina Schoeller und Geschäftsführer Hans-Joachim Thiem zum Ende der Eröffnung nicht nur ihrem neuen Projekt, sondern stellvertretend für ihr andauerndes Engagement. Zu sehen sind die Gemälde im Festsaal des Stifts noch bis zum 31. Januar.

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