Bilder als Sprachrohr ohne Worte

Von: fjs
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Fotos als Zeugen der Auseinandersetzung mit psychischer Erkrankung: „Bilder im Kopf“ ist in der Stadtwerke zu sehen. Foto: Fred Schröder

Düren. „Aufklären und Hemmungen abbauen“, derart umschreibt Ingeborg Nepomuck als eine der beteiligten Akteure den Sinn der Ausstellung „Bilder im Kopf“.

Zehn aussagekräftige Fotografien von Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen, die vom Verein „Die Kette“ unterstützt werden, setzen sich im Foyer der Stadtwerke Düren (SWD) mit Ängsten und Hoffnungen auseinander, die diese Menschen haben und die sie jetzt in Fotografien umsetzen. Die Ausstellung in dem SWD-Hauptgebäude an der Arnoldsweilerstraße ist noch bis Donnerstag, 13. August, während der üblichen Bürozeiten zu sehen.

„Bisher haben wir der Malerei einen Raum gegeben, jetzt erstmals der Fotografie“, merkte Jürgen Schulz, bei den SWD für die Kommunikation zuständig, bei der Eröffnung der Ausstellung an. „Man muss sich öffnen, auch wir, die Betroffenen“, sagt Ingeborg Nepomuck. Iris Juhle vom Verein „Die Kette“ fügt hinzu, dass die Zahl der Menschen mit psychischen Problemen ständig steigt. Auf Anregung einer Therapeutin griffen Betroffene zum Fotoapparat und setzten um, wie sie sich in ihrer Krankheit sehen.

„Eingesperrt und innere Angst vor dem eigenen Ich“, sagt einer der Teilnehmer. Eine abgelichtete Massenansammlung von Medikamentenschachteln beschreibt den Zwang, ein anderes Bild zeigt die Ausgrenzung, ein weiteres deutet darauf hin, wie man Geborgenheit sucht: Eine große Hand schützt eine blühende Rose. „Die Ausstellung dient daher als Sprachrohr ohne Worte“, unterstreicht Jürgen Schulz. Denn die Bilder bitten um Verständnis für die Erkrankten und fördern, Hemmungen abzubauen.

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