Vossenack - Bikepark eröffnet: „Nordeifel Gravity“ zieht positive Bilanz

Bikepark eröffnet: „Nordeifel Gravity“ zieht positive Bilanz

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
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Mit bis zu 50 Stundenkilometern geht es im Mountainbike-Park hinab von Vossenack nach Simonskall. Die Strecken sind in mehrere Schwierigkeitsgrade unterteilt. Foto: Stephan Johnen
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Wo sich Wander- und Radwege kreuzen, stehen Warnschilder.

Vossenack. Über mangelndes Interesse konnte sich der Verein „Nordeifel Gravity“ wahrlich nicht beschweren. Bereits im Vorfeld der Eröffnung war der Mountainbike-Park Hürtgenwald ein großes Thema in den sozialen Medien.

Kaum verwunderlich also, dass trotz des durchwachsenen Wetters am Wochenende viele Fahrrad-Sportler aus der Region den Weg nach Vossenack fanden – um die in mehrere Schwierigkeitsgrade unterteilten Pisten hinab nach Simonskall auszuprobieren. „Das erste Wochenende war ein Erfolg, alles lief reibungslos“, blickt Marc Boltersdorf, der Vorsitzende des Betreibervereins, zurück. Kleiner Wermutstropfen: Wegen einer Sturmwarnung wurde Samstagnachmittag der Betrieb vorsichtshalber eingestellt.

Lange hatte sich der Verein, der ein Zusammenschluss von Mitgliedern anderer Bike-Clubs aus der Region ist, auf diesen Tag vorbereitet. „Wir arbeiten alle ehrenamtlich an diesem Projekt“, erklärt Boltersdorf. 15 Jahre betreibt „Nordeifel Gravity“ den Park. Geöffnet ist die Anlage während der Saison von April bis Oktober (einschließlich der Schulferien) an Samstagen, Sonntagen, Feier- und Brückentagen von 10 bis 18 Uhr. Unter der Woche setzen die Mitglieder die Wege instand, leisten – wenn nötig – Ausbesserungsarbeiten. Die Verantwortlichen rechnen mit etwa 100 Nutzern pro Wochenende.

Hinab geht es mit dem Rad, zurück geht es ab Simonskall mit dem Shuttle-Bus. Zwei Fahrzeuge sind im Einsatz, alle acht Minuten soll eine Fahrt starten. Der Parkplatz des Bikeparks befindet sich in Vossenack, gegenüber dem Soldatenfriedhof. Von dort aus geht es zunächst über die „einfachste“ der Strecken hinunter nach Simonskall, wo der Kassenwagen steht.

Während an den Schnittstellen zu Wanderwegen bereits alle Hinweis- und Warnschilder stehen, soll am Start der Strecken noch eine Übersichtskarte installiert werden. Auch die Beschilderung des Parkplatzes soll noch erfolgen.

In einer Stellungnahme erneuerten die Naturschutzverbände BUND und NABU ihre Kritik an einem Bikepark zwischen Vossenack und Simonskall. Der Park laufe aus ihrer Sicht den Anforderungen des Landschafts- und Naturschutzes zuwider und konterkariere die Unterschutzstellung der „Hangwälder des Kalltals für die stille Erholung“ und zur Erhaltung und Entwicklung des Biotop- und Artenschutzes. Zudem sei es „unsensibel“, in unmittelbarer Nähe des Urnenwaldes, des Franziskanerklosters und eines Soldatenfriedhofs „einen derartigen Rummelplatz zu installieren“. Während des Genehmigungsverfahrens seien vor Abschluss der Bauleitplanung „vollendete Tatsachen geschaffen worden“. „Dieser Bikepark im Kalltalhang ist ein Sündenfall“, urteilen die Verbände, die eine Zunahme von „Störungen, Lärm und Verkehr“ in sensiblen Bereichen befürchten.

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