Vossenack/Simonskall - Bike-Park: Weiterentwicklung in den kommenden Jahren

Bike-Park: Weiterentwicklung in den kommenden Jahren

Von: sj
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Vossenack/Simonskall. Die Gemeinde Hürtgenwald möchte sich mit Blick auf den Bike-Park „zusätzliche bauleitplanerische und touristische Optionen öffnen“. Dafür soll der Flächennutzungsplan geändert werden. Der Bau- und Umweltausschuss hat dies einstimmig bei einer Enthaltung empfohlen.

Die notwendigen Gutachten liegen aus dem Genehmigungsverfahren des Parks vor. „Wir wollen die Voraussetzungen für die künftige Weiterentwicklung schaffen“, sagte Bürgermeister Axel Buch.

Kritik an diesem Vorgehen gibt es von den Naturschutzverbänden BUND und NABU. Sie hatten bereits bei der Planung des Parks, der als ein Bestandteil des Projekts „Crossing Nature“ von den Kreisen Düren und Euskirchen umgesetzt wird, moniert, dass direkt eine Flächennutzungsplanänderung notwendig gewesen sei. Ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren greife zu kurz. Das sahen der Kreis Düren und die Bezirksregierung Köln anders. Derzeit wird noch eine Eingabe beim Bauministerium bearbeitet. Der BUND kritisierte, dass „alle Entscheidungen unter Zeitdruck getroffen wurden“. Bei einer Verzögerung wären EU-Fördermittel gefährdet gewesen. Hans-Josef Schneider vom NABU spricht nun von „Salamitaktik“.

Dieser Kritik widerspricht Hürtgenwalds Bürgermeister. „Es sind keine konkreten Maßnahmen geplant. Das in einer Sitzung von mir gebrachte Beispiel mit dem Kassenhäuschen war eine unglückliche Formulierung“, stellte er klar. Es sollen auch keine zusätzlichen Gebäude oder Parkplätze errichtet werden. „Wir wollen aber auch in Zukunft den Park lebendig halten, er soll für Gäste attraktiv bleiben“, sagte Buch. Dazu könne es beispielsweise notwendig sein, in Zukunft die Trassenführungen der Strecken auf dem Areal zu ändern und zu variieren. „So ein Flächennutzungsplan fällt nicht vom Himmel. Wenn wir jetzt damit beginnen, haben wir ein Werkzeug in der Schublade.“ Im Rahmen des Offenlegungsverfahrens könnten Bürger und Verbände „alle Bedenken und Anregungen“ melden.

Auch der Kreis Düren weist die Vorwürfe zurück. Der Park werde so gebaut wie beantragt und genehmigt, heißt es aus dem Kreishaus. Eine Erweiterung der Infrastruktur sei nicht geplant. Die Gemeinde wolle die touristischen Angebote bündeln.

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