Düren - Berufsbezogener Unterricht, keine „Kreide-Mathematik”

Solo Star Wars Alden Ehrenreich Kino Freisteller

Berufsbezogener Unterricht, keine „Kreide-Mathematik”

Von: bel
Letzte Aktualisierung:
Stolz präsentierten die Neunt
Stolz präsentierten die Neuntklässler der Realschule Bretzelnweg die Zertifikate, die sie nach einem Jahr freiwilliger Arbeit erlangt hatten. Foto: Elberfeld

Düren. Der Schulleiter der Realschule Bretzelnweg, Walter Norbisrath, hat den Unterschied zwischen der sehr theoretischen „Kreide-Mathematik” an der Schultafel und der „Berufsbezogenen Mathematik” erläutert, die der „Arbeitgeberverband Papierverarbeitung” ein ganzes Jahr lang in der Schule gefördert hatte.

Ist der reguläre Matheunterricht doch oft sehr trocken, so haben die 21 Teilnehmer an dem Förderunterricht jetzt sogar Gefallen an dem Fach gefunden. Flächen berechnen, Winkel einzeichnen, akribisch mit Zeichengeräten hantieren - alles Arbeiten, die täglich millionenfach in der Welt da draußen abgewickelt werden.

Zertifikate überreicht

Auch der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes, Dr. Heinrich Spies, konnte sich an den doch oft sehr trockenen Matheunterricht seiner eigenen Schulzeit erinnern. Freiwillig hatten die Neuntklässler außerhalb der Unterrichtszeit die Mehrbelastung auf sich genommen. Der Lohn winkte ihnen an diesem Tag in Form eines Zertifikats, das ihnen die einfache Teilnahme bis hin zu einer sehr erfolgreichen Beteiligung bescheinigte. Überreicht wurden ihnen die Urkunden von Schulleiter Norbisrath und Dr. Heinrich Spies, in Anwesenheit von Daniela Dühr, Bildungsreferentin der Vereinigten Industrieverbände Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung (VIV) und Hans-Harald Sowka, Geschäftsführer der VIV.

Auf welch hohem Niveau einzelne Schülergruppen gearbeitet hatten, konnten die Besucher aus den Präsentationsmappen ersehen, die mit Fleiß und Akribie das jeweilige Projekt dokumentierten. Miriam Rathenow und Christina Kleer gewährten den Gästen einen Einblick in ihr Teilprojekt „Renovierung eines Klassenzimmers”. Der Aufenthaltsraum der Schule sollte neu gestaltet werden. Da ging es ans Ausmessen, Grundrisse wurden gezeichnet, Flächen und Längen berechnet und der Platz, wo die Möbel und Spielgeräte stehen sollen, musste markiert und ausgemessen werden.

Hinzu kam eine Kostenkalkulation für Parkett, Möbel und Spielgeräte. Wo kommt die Dartscheibe hin, wo soll der Billardtisch stehen? Außerdem arbeiten Maler und Bodenverleger nicht umsonst. Über jede Stunde führten die Schüler und ihre Kollegen Protokoll. Das Schwerste kam zum Schluss: der Bogen, der die eigene Leistung bewertet. Mitarbeit, Sozialverhalten, Präsentation und viele andere Kriterien führten zu einer Gesamtnote.

„Ihr habt tolle Arbeit geleistet”, lobte Norbisrath die Teilnehmer. „Die Zertifikate”, ergänzte er, „sind Türöffner für qualifizierte Ausbildungsstellen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert